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Syntellix-Chef Claassen : Der Brückenbauer

Utz Claassen auf einem Foto aus dem Jahr 2017 Bild: Patrick Slesiona

Der frühere ENBW-Chef Utz Claassen will sein Medizintechnikunternehmen Syntellix an die Börse von Singapur bringen, um nicht nur Asien zu erobern. Warum ausgerechnet dort?

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          Multimanager Utz Claassen arbeitet an einer neuen Brücke zwischen Deutschland und dem südostasiatischen Stadtstaat Singapur. In Zeiten, in denen immer mehr deutsche Gründer die Vorteile der streng regierten Tropeninsel hervorheben, will Claassen sein Medizintechnik-Unternehmen Syntellix als erstes deutsches Unternehmen an die Börse des asiatischen Finanzplatzes führen – lässt Corona es zu, noch in diesem Jahr. Syntellix wäre dann das erste deutsche Unternehmen in Singapur, das, ausgestattet nach deutschem Aktienrecht mit Vorstand und Aufsichtsrat, in den Index aufgenommen würde. Dem Aufsichtsrat sitzt Claassens Ehefrau Annette vor, während der frühere Chef des Energiekonzerns ENBW den Vorstand führt. „Die Aktienmehrheit von Syntellix liegt in Händen unserer Familie“, sagt Claassen im Gespräch mit der F.A.Z.

          Christoph Hein
          Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.

          „In den vergangenen Monaten habe ich hier ein sehr enges Netz von Geschäftspartnern, Investoren, Institutionen und Universitäten schmieden können“, sagt der frühere Volkswagen-Manager beim Treffen in Singapur. Seit September vergangenen Jahres hält er sich nun schon auf der Äquatorinsel auf. Von hier aus steuert er den Hersteller für Implantate und Schrauben, die im Körper abgebaut werden, auf dessen Weg nach Asien und in die Welt. „In dieser Region leben rund vier Milliarden möglicher Patienten“, sagt Claassen mit Blick auf Fernost.

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