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Interview mit Syngenta-Chef : „Lassen Sie uns über Bienen reden“

Bienen auf einer Obstplantage am Bodensee auf einer Kirschblüte. Bild: dpa

Bio-Produkte sind schlecht für den Klimaschutz – behauptet der Chef des Schweizer Agrochemiekonzerns Syngenta AG. Im F.A.Z.-Interview erklärt Erik Fyrwald, warum die Welt Glyphosat und andere Pflanzenschutzmittel braucht.

          6 Min.

          Herr Fyrwald, Ihr Rivale Bayer steht wegen der umstrittenen Glyphosat-Produkte aus dem Haus der übernommenen Monsanto-Gruppe in Amerika vor Gericht. Auch Syngenta stellt Produkte her, die Glyphosat enthalten. Drohen Ihnen deshalb auch Schadenersatzklagen?

          Sven Astheimer

          Verantwortlicher Redakteur für die Unternehmensberichterstattung.

          Johannes Ritter

          Korrespondent für Politik und Wirtschaft in der Schweiz.

          Die Klagen in den Vereinigten Staaten betreffen keines unserer Produkte. Daher sehe ich hier keine nennenswerten Risiken für Syngenta.

          Warum setzen Sie Glyphosat überhaupt ein?

          Glyphosat ist ein viel genutztes und wichtiges Instrument. Wir brauchen solche Mittel, um den Befall mit Unkraut, Krankheiten und Insekten effektiv zu reduzieren. Ansonsten können wir die Welt nicht ausreichend ernähren. Zugleich müssen wir den Ausstoß von Treibhausgasen senken, der zu einem bedeutenden Teil von der landwirtschaftlichen Erzeugungskette verursacht wird. Der Klimawandel ist die größte Bedrohung für die Zukunft dieser Erde.

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