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Supermärkte : Metro will Real loswerden

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Wie realistisch ist ein Verkauf von Real? Bild: ddp

Die Supermarktkette Real gilt im Metro-Konzern schon länger als Sorgenkind. Nun startet Metro anscheinend wieder einen Verkaufsversuch. Aber wer will die Supermärkte haben?

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          Der Handelsriese Metro möchte womöglich seine Tochtergesellschaft Real loswerden. Einem Bericht der „Lebensmittelzeitung“ zufolge sucht Metro mit einem Verkauf abermals den großen Befreiungsschlag. Der Konzern sondiert Berichten zufolge immer wieder den Markt, um sich von der Supermarktkette zu trennen, die als Sorgenkind gilt. Doch gebe es aktuell keine Bewegung, sagten am Freitag mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Metro könne Insidern zufolge nicht auf einen raschen Verkauf von Real setzen. Es dürfte schwer werden, einen Interessenten zu finden, der das gesamte Geschäft der Kette in Deutschland übernehme.

          Metro hatte schon in der Vergangenheit Fragezeichen hinter den Verbleib Reals unter dem Konzerndach gesetzt. Das Osteuropageschäft der Kette hat Konzernchef Olaf Koch schon verkauft, derzeit versucht er, die verbliebenen Märkte in Deutschland zu modernisieren und auf Trab zu bringen. Gleichzeitig schwelt bei Real ein Konflikt mit Verdi um den Ausstieg aus der Tarifbindung. Der Gewerkschaft zufolge will Real die Kosten damit um rund 400 Millionen Euro drücken.

          Koch hatte betont, dass Metro bereit sei, in die Kette zu investieren, wenn Real Kostennachteile gegenüber den Wettbewerbern beseitigen könne. Die Lohnkosten lägen bis zu 30 Prozent über denen der Konkurrenz. Der Metro-Chef machte aber zugleich deutlich, dass er nicht auf unabsehbare Zeit Geduld mit der Tochtergesellschaft hat. Metro arbeite an einem „Plan B“ für Real, sagte ein Insider.

          Verkauf an deutschen Konkurrenten dürfte schwer werden

          Damit kommt ein Verkauf ins Spiel, vorzugsweise an einen Interessenten aus dem Ausland, wenn Metro einen solchen findet. Eine Veräußerung der gesamten Kette an einen deutschen Konkurrenten dürfte aus wettbewerbsrechtlichen Gründen schwer werden. Das Kartellamt hatte jüngst den Verkauf der Supermarktkette Kaiser's Tengelmann an Edeka untersagt. Wenn sich kein ausländischer  Abnehmer findet, bliebe wohl nur eine Zerlegung und dann ein Verkauf einzelner Real-Filialen an inländische Wettbewerber.

          Real betreibt derzeit in Deutschland 293 Märkte. Es handelt sich dabei oft um relativ große Geschäfte mit Verkaufsflächen von 5.000 bis 15.000 Quadratmetern. Die Kette hatte zuletzt im wichtigen Weihnachtsquartal Umsatz eingebüßt, die Erlöse sanken flächenbereinigt um 1,6 Prozent. Der operative Gewinn (Ebit) vor Sonderfaktoren stagnierte bei 83 Millionen Euro.

          „Es ist unsere erklärte Absicht, Real über eine gezielte und intensive Modernisierung wieder auf einen nachhaltigen und langfristigen Wachstumspfad zurückzubringen", betonte ein Metro-Sprecher. Der Konzern sei entschlossen, zu investieren, benötige dafür aber eine „wettbewerbsfähige Kostenbasis“. Für Real gebe es auch Interessenten. Weiter wollte er sich dazu nicht äußern.

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