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Studie zu CEO-Reden : Für Hiobsbotschaften gibt es Schachtelsätze

Nikolai Setzer, Mitglied des Vorstandes, Continental AG Bild: dpa

Wer verstanden werden möchte, sollte sich klar und deutlich äußern. Eine Studie der Universität Hohenheim hat die Reden verschiedener Dax-Unternehmen untersucht. Nicht jeder schafft es zu überzeugen.

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          Nikolai Setzer ist ein Freund klarer Ansagen. Von Roboterautos über den Konzernumbau bis hin zur Unternehmenskultur: In seiner ersten Rede als Vorstandschef von Continental vermied er jede Form von Schachtelsätzen. Ein knapper, klarer Satz folgte dem nächsten, für komplexe Sachthemen ebenso wie für Durchhalteparolen. „Was auch immer kommt. Wie es auch immer kommt. Wir setzen auf Sieg. Und folgen dafür unseren Werten“, rief er den übers Internet zugeschalteten Aktionären zu.

          Christian Müßgens
          Wirtschaftskorrespondent in Hamburg.

          Mit dieser Art zu Reden ist Setzer ein Vorbild für andere Manager, zumindest in punkto klare Sprache. So sehen es Forscher der Universität Hohenheim, die regelmäßig die Reden der Konzernchefs auf Hauptversammlungen analysieren. Der Neuling Setzer schafft die vollen 20 Punkte im „Hohenheimer Verständlichkeitsindex“. Damit stößt er den Telekom-Chef Timotheus Höttges vom Thron, der seit sechs Jahren ununterbrochen den ersten Platz innehatte. In diesem Jahr landet Höttges mit 19,7 Punkten auf Platz zwei.

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