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Studie : Sportartikelhersteller Hauptprofiteure der WM 2006

  • Aktualisiert am

Im Land der Hoffnungen Bild: AP

Die Landesbank Rheinland-Pfalz nennt schon mal die Gewinner der WM 2006: Hersteller von Sportartikeln, die Tourismusindustrie sowie den deutschen Einzelhandel.

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          Die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland wird einer Studie zufolge vor allem bei Sportartikelherstellern wie Adidas und Puma die Kassen klingeln lassen. Zu den Gewinnern werden aber auch Unternehmen im Tourismus und Einzelhandel gehören, hieß es in einer am Donnerstag veröffentlichten Untersuchung der Landesbank Rheinland-Pfalz.

          „Nach unserer Meinung ist der Sportartikelsektor der Hauptgewinner der bevorstehenden Weltmeisterschaft“, sagen die Experten. „Für 2005 erwarten wir ein Wachstum von 2,5 Prozent, im WM-Jahr wird sich dieser Wert auf 3,2 Prozent beschleunigen“, fügen sie in der knapp 200 Seiten starken Studie hinzu.

          Für den weltweit zweitgrößten Sportartikelhersteller Adidas sei der Fußballmarkt traditionell von großer Bedeutung und sorge für gut 14 Prozent der Umsatzes. „Wir gehen davon aus, daß Adidas seinen Umsatz in dieser Sportkategorie von ca. 920 Millionen Euro in 2004 (und 2005) auf 1060 Millionen Euro im Jahr steigern wird.“ Bei Puma sei der Anteil am Konzernumsatz mit 15 Prozent am höchsten unter den großen Sportartikelherstellern. „Die WM 2006 dient als Mittel, um diese Position weiter zu stärken und den Abstand zu Adidas und Nike zu verringern.“

          Auch die Tourismusbranche erhofft sich von dem Sportspektakel einen gehörigen Schub im kommenden Jahr. Die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) erwartet eine Million zusätzliche ausländische Gäste. Der LRP zufolge wird davon vor allem Europas größter Reisekonzern TUI profitieren. Dieser könne dadurch seinen Umsatz im Juni 2006 um etwa 50 bis 100 Prozent steigern, was einer Erhöhung des Jahresumsatzes von fünf bis zehn Prozent entsprechen dürfte, hieß es. Die Deutsche Lufthansa hingegen könne zwar in dem Monat mit etwa 50.000 zusätzlichen Passagieren rechnen, der Effekt habe aber wegen der Konzerngröße kaum Bedeutung. Im Juni 2005 flogen 4,5 Millionen Passagiere mit Europas zweitgrößter Fluglinie.

          Stark profitieren wird den Analysten zufolge der Einzelhandel, für den sie einen Umsatzschub von etwa 1,8 Milliarden Euro prognostizieren. Zu den Gewinnern werde dabei der Metro-Konzern gehören. Dieser beliefere über den Lebensmittelgroßhandel viele Hotels und Gaststätten und sei zudem im Sporteinzelhandel sowie mit Media Markt und Saturn auch in der Unterhaltungselektronik stark vertreten. „Wir schätzen, daß Metro im Zuge der WM 2006 insgesamt mit einem Konzern-Mehrumsatz von 400 Millionen Euro (0,6 Prozent vom Konzern) rechnen kann“, sagten die Experten der LRP.

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