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Studie : Kampf gegen Krebs treibt Pharmabranche an

Krebsmittel Erbitux Bild: Merck KGaA

Die Pharmahersteller verdienen weniger Geld mit dem Verkauf ihrer Medikamente als früher. Nur mit Krebsmitteln verdienen sie mehr.

          1 Min.

          Der Kampf gegen Krebs treibt die Umsätze der großen internationalen Pharmakonzerne – während die Erlöse mit den meisten anderen Medikamenten rückläufig sind. Das ist ein Ergebnis einer Studie der Beratungsgesellschaft Ernst & Young (EY) unter den 20 größten Branchenvertretern der Welt.

          Klaus Max Smolka

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Demnach steigerten die Konzerne zusammengenommen den Umsatz mit Krebsmitteln im Jahr 2013 um knapp vier Prozent auf 88,4 Milliarden Euro. Der Bedarf an neuen Medikamenten ist in diesem Therapiegebiet noch enorm. „Und die Krankenkassen übernehmen die Kosten für Krebsmedikamente in der Regel bereitwilliger als in vielen anderen Gebieten“, sagt EY-Partner Gerd Stürz. Außerdem sind Krebsmedikamente besonders teuer; Zehntausende Euro je Jahr Behandlung sind normal. Beispiel: Das Krebspräparat Erbitux des Darmstädter Merck-Konzerns kostet laut aktuellem Arzneiverordnungsreport täglich 177 Euro je Patient, rund 65.000 Euro im Jahr. Wenn man die Rabatte für Krankenhäuser berücksichtigt, sind es immer noch 50.000 Euro.

          Ansonsten brachten nur noch Augenheilpräparate den Großkonzernen mehr Umsatz als im Vorjahr – und das auch nur marginal. In allen anderen erfassten Therapiegebieten gingen die Erlöse zurück. Insgesamt erzielten die 20 größten Unternehmen voriges Jahr 339 Milliarden Euro Umsatz und damit vier Prozent weniger als im Jahr zuvor. Die Renditen, gemessen am Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit), sanken ebenfalls, und zwar auf durchschnittlich 24 Prozent. Das ist ein Prozentpunkt weniger als ein Jahr zuvor – derselbe Rückgang war schon 2012 zu verzeichnen.

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