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Mehr Investitionen : Chinas Firmen finden Deutschland toll

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Der „Yuxinou“-Zug fährt von China bis nach Duisburg. Bild: picture alliance / dpa

Die Bundesrepublik ist für chinesische Unternehmen der attraktivste Standort in Europa. In ein großes Bundesland stecken sie besonders häufig ihr Geld.

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          Deutschland ist unter chinesischen Investoren offenbar so beliebt wie nie zuvor. Im vergangenen Jahr haben Unternehmen aus der Volksrepublik direkt in 68 Projekte hierzulande Geld gesteckt, geht aus einer Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young hervor. Ein Jahr zuvor seien es erst 46 gewesen.

          Damit habe sich Deutschland als attraktivster Standort für chinesische Unternehmen in Europa behauptet - vor Großbritannien und Frankreich. Innerhalb Deutschlands liege Nordrhein-Westfalen in der Gunst der Chinesen mit 40 Projekten vorn.

          Die Ergebnisse beziehen sich auf Daten des sogenannten EY European Investment Monitors, der Projekte erhebt, durch die Standorte oder Arbeitsplätze geschaffen worden sind. Nicht berücksichtigt sind Fusionen und Übernahmen.

          Dabei kommen Chinesen immer häufiger auch in diesem Bereich zum Zug. Erst am Wochenende teilte S.A.G. Solarstrom mit, das operative Geschäft an eine Tochtergesellschaft der chinesischen Shunfeng Gruppe zu übertragen. Diese hatte schon die Marke und große Teile der insolventen Solarkonzerns Sunways gekauft.

          Der Abbau bürokratischer Hürden erleichtert es chinesischen Firmen seit diesem Jahr, schneller zuzugreifen, wenn sie interessanten Investitionsobjekte identifizieren. Der Trend werde auch deshalb bestehen bleiben. „Die Werkbank der Welt zu sein genügt den chinesischen Unternehmen schon lange nicht mehr“, erklärte Yi Sun, die für die Unternehmensberatung in Deutschland anheuert. Im vergangenen Jahr seien hierzulande 25 Firmen von chinesisches Unternehmen gekauft worden und das Interesse sei weiter „riesengroß“. Inzwischen sei die Volksrepublik drittgrößter Investor in Deutschland - hinter den Vereinigten Staaten (142 Projekte) und der Schweiz (98 Projekte).

          In den vergangenen Jahren haben chinesische Unternehmen durch Übernahmen wiederholt für Aufsehen gesorgt. So gingen 2012 die Betonpumpen-Hersteller Schwing und Putzmeister an XCMG beziehungsweise Sany, Hebei Lingyun übernahm den Autozulieferer Kiekert.

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