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Stromindustrie : Unrentable Eon-Kraftwerke könnten umziehen

  • Aktualisiert am

Gaskraftwerk von Eon in Irsching: die Energiewende setzt der Rentabilität konventioneller Energieträger zu. Bild: dapd

Wegen der Energiewende rentiert sich der Betrieb von Gaskraftwerken in Europa immer weniger. Der Düsseldorfer Stromkonzern Eon prüft nun die Verlegung unrentabler Kraftwerke in Schwellenländer.

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          Der Energiekonzern Eon prüft offenbar, unrentable Kraftwerke aus Mittel- und Westeuropa in schneller wachsende Schwellenländer wie die Türkei zu verlegen. Laut einem Bericht der Zeitung „Wall Street Journal“ reagiert der Konzern damit  vor allem auf die mangelnde Rentabilität europäischer Gaskraftwerke.

          Demnach erwägt Eon, ein kürzlich geschlossenes Gaskraftwerk in der Slowakei abzubauen und in der Türkei wieder aufzubauen. Dort nimmt im Gegensatz zu Kontinentaleuropa die Nachfrage nach Energie zur Zeit stark zu. Das Kraftwerk im slowakischen Malzenice war erst 2011 in Betrieb genommen worden, hatte jedoch nie seine angestrebte Produktionskapazität erreicht.

          Ein Sprecher von Eon bestätigte, dass der Konzern anhand des geschlossenen Kraftwerks in Malzenice prüfe, ob eine Verlagerung möglich und rentabel sei. Die Prüfung werde jedoch noch mehrere Monate in Anspruch nehmen. Überdies handle es sich um einen Einzelfall. Für die Kraftwerke, die Eon in Deutschland betreibt, schloss er ähnliche Maßnahmen aus.

          Ähnlich wie andere Stromkonzerne kämpft Eon mit abnehmenden Gewinnen bei konventionellen Energieträgern. Wegen des zunehmenden Anteils erneuerbarer Energien an der Stromproduktion rentiert sich vor allem der Betrieb von Gaskraftwerken immer weniger. Der Betrieb von Kohlekraftwerken ist im Zweifel günstiger. Erst im Mai war die geplante Stilllegung der unprofitablen Kraftwerke Irsching in Bayern und Staudinger nahe Hanau abgewendet worden, nachdem sich Eon mit dem Netzbetreiber über Bedingungen zum Weiterbetrieb geeinigt hatte.

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