https://www.faz.net/-gqe-a66j9

Streit um den VW-Chef : Diess will seinen Vertrag bis 2023 erfüllen

  • Aktualisiert am

Herbert Diess hat noch ausreichende Pläne bis 2023. Bild: Reuters

In der Volkswagen-Spitze knirscht es. Vorstandsposten sind unbesetzt. Die Ausrichtung des Autokonzerns steht zur Debatte. Das erwünschte Vertrauenssignal aus dem Präsidium hat Herbert Diess nicht erhalten. Aber er hat viele Pläne.

          1 Min.

          Volkswagen-Chef Herbert Diess rechnet in der Debatte über die Besetzung von Spitzenpositionen des Autoherstellers mit einer baldigen Lösung. „Ich bin zuversichtlich, dass wir in den nächsten Wochen eine Entscheidung hinbekommen“, sagte er der „Wirtschaftswoche“. Die Lage sei nicht einfach, dulde aber keinen weiteren Aufschub. Der Posten des Einkaufsvorstands sei schon längere Zeit unbesetzt. „Wir können uns das nicht mehr leisten, weil viele wichtige Entscheidungen anstehen“, sagte Diess.

          Bei Volkswagen müssen die Posten des Finanzvorstands und des Einkaufsvorstands neu besetzt werden. Zudem soll über eine mögliche vorzeitige Vertragsverlängerung für Konzernchef Diess entschieden werden. Das Präsidium des VW-Aufsichtsrates hatte diese Woche noch keine Entscheidung getroffen. Zuletzt gab es Spekulationen über die Zukunft von Diess beim weltgrößten Autohersteller. Der Vorstandschef soll sich von der Arbeitnehmerseite bei wichtigen Personalvorschlägen und beim beschleunigten Konzernumbau ausgebremst fühlen.

          „Die Personalien sind eine komplexe Sache, bei der die verschiedenen Stakeholder – der Betriebsrat, die Eigentümerfamilien, das Land Niedersachsen – mitgenommen werden wollen“, sagte Diess dem Magazin. Zu seiner Zukunft sagte Diess, sein Vertrag laufe noch bis 2023. „Und ich habe vor, diesen Vertrag zu erfüllen.“ Diess betonte, er spiele nicht gegen VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh, sondern mit ihm in der gleichen Mannschaft: „Natürlich spielen wir auf unterschiedlichen Positionen. Aber wir versuchen, uns überwiegend Bälle zuzuspielen.“

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Donald und Melania Trump am vorigen Mittwoch in Washington

          Trumps Impeachment-Prozess : Mehr Zeit für neue Skandale

          Der Impeachment-Prozess gegen Donald Trump soll erst am 9. Februar eröffnet werden. Bis dahin hoffen die Demokraten auf neue Skandale, die der Anklage weitere Munition liefern.
          Verrammelt und verriegelt: Das Lamb & Flag in London (Symbolbild)

          Großbritannien : 10.000 Pubs und Restaurants schließen

          Großbritanniens Gastronomie ist von der Corona-Krise besonders hart getroffen. Während große Ketten sich frisches Kapital beschaffen, gehen die Kleinen unter.
          Mehr Unterstützung aus Washington: Amerikanische Forscher von Regeneron arbeiten am experimentellen Antikörper-Medikament.

          Antikörper-Medikament : Was auch bei Trumps Genesung half

          Ein amerikanisches Antikörper-Präparat erhält eine Notzulassung, 200.000 Dosen kauft die Bundesregierung. Deutsche Wissenschaftler vermissen Unterstützung bei ihrer Forschung – so würden Chancen verpasst, kritisieren sie.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.