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Streit um Schmerzmittel Vioxx : Merck einigt sich mit Klägern über Milliarden-Zahlungen

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Bei längerer Einnahme gefährlich: Das Schmerzmittel Vioxx Bild: AP

Im Jahr 2004 hat das amerikanische Pharmaunternehmen Merck das Schmerzmittel Vioxx vom Markt genommen, nachdem ein höheres Infarkt-Risiko nachgewiesen wurde. Jetzt hat sich das Unternehmen mit einer größeren Klägergruppe auf einen Vergleich geeinigt.

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          Im Rechtsstreit um das Schmerzmittel Vioxx hat sich der amerikanische Pharmariese Merck & Co mit einer größeren Klägergruppe auf einen Vergleich über 4,85 Milliarden Dollar geeinigt. Ausgezahlt werden soll die Summe in einem extra dafür eingerichteten Fonds, wie der Konzern am Freitag mitteilte. Bei der Einigung handele es sich aber nicht um eine Sammelklage, erklärte Merck. Einzelne Fälle würden individuell beglichen. Die Merck-Aktie lag nach Bekanntgabe der Einigung vorbörslich um 1,7 Prozent im Plus.

          Merck hatte Vioxx mit Jahresumsätzen von 2,5 Milliarden Dollar 2004 vom Markt genommen, nachdem in Studien ein höheres Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko bei längerer Einnahme nachgewiesen wurde. Zehntausende ehemalige Vioxx-Patienten und Versicherungen haben deswegen das Unternehmen auf Schadensersatz verklagt. Von der jetzt ausgehandelten Summe entfallen laut Merck vier Milliarden Dollar auf Herzinfarkt-Fälle und 850 Millionen Dollar auf Klagen im Zusammenhang mit Schlaganfällen.

          Nachdem Merck das umstrittene Präparat vom Markt genommen hatte, gewann der Konzern elf Gerichtsverfahren in der Sache. In fünf Vioxx-Verfahren wurde zugunsten der Kläger entschieden.

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