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Streit um Profite und Kosten : Bosch meckert über Autohersteller

Stellt sich bewusst symbolträchtig hinter den Wasserstoff: Die Bosch-Führung um Stefan Hartung (Dritter von links) Bild: AFP

Überall steigen die Preise. Jetzt fordert mit Bosch der weltgrößte Autozulieferer von den Herstellern mehr Geld. Der Chef setzt auf Wasserstoff – und verteidigt den Diesel.

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          Der größte Autozulieferer der Welt legt im Konflikt mit den Autoherstellern nach. Bosch werde die „erheblich gestiegenen Rohstoff-, Halbleiter- und Logistikkosten an seine Kunden weitergeben müssen“, sagte Markus Heyn, Chef der Autosparte, am Mittwoch. Der Preis für Flach- und Rundstahl habe sich seit dem Jahr 2020 verdreifacht, sagte Finanzchef Markus Forsch­ner auf der Bilanzpressekonferenz in Renningen nahe Stuttgart. Der Ukrainekrieg treibe die Preise weiter. Nur wenn man diese Kosten weitergebe, könne man das „Zulieferergeschäft für die Automobilindustrie weiterhin profitabel betreiben“, sagte Heyn. Er verwies darauf, dass die Autopreise deutlich gestiegen seien, allein für Elektroautos in den vergangenen beiden Monaten um knapp 8 Prozent. Er schob nach, er halte wenig davon, die Verhandlungen in den Medien zu führen.

          Gustav Theile
          Wirtschaftskorrespondent in Stuttgart.

          Der Streit zwischen Zulieferern und Herstellern eskalierte in der vergangenen Woche. Zulieferer Mahle forderte öffentlich mehr Geld von den Herstellern. Die Profite würden unfair verteilt. Auch an Mercedes-Benz wandte sich der Zulieferer. Dessen Finanzchef Harald Wilhelm bügelte die Forderung ab und sagte, jeder sei für seine eigene Profitabilität verantwortlich.

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