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Streit um Mehrarbeit : Schlecker will Überstunden nun doch auszahlen

Reaktion auf den Kundenschwund: eine Schlecker XL-Filiale im bayrischen Bad Grönenbach Bild: dpa

Schlecker muss sparen - und zahlte seinen Mitarbeitern Überstunden nicht mehr aus. Nach „zähen Gesprächen“ lenkt der Drogerie-Discounter nun ein, jedenfalls vorerst.

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          Mit dem August-Gehalt sollen alle Beschäftigten des Drogerie-Discounters Schlecker die bisher aufgelaufenen Überstunden ausbezahlt bekommen. Diese Zusage liege dem Gesamtbetriebsrat schriftlich vor, sagte Achim Neumann von der Gewerkschaft Verdi. Er sprach von „zähen Gesprächen“, die der Betriebsrat mit der Personalleitung von Schlecker habe führen müssen, bevor diese Zusage gemacht worden sei. Die Drogeriekette mit allein 38.000 Beschäftigten in Deutschland hatte seit Juni die Überstunden nicht mehr ausbezahlt, obwohl das zuvor gängige Praxis war (siehe Schlecker zahlt keine Überstunden aus).

          Susanne Preuß

          Wirtschaftskorrespondentin in Stuttgart.

          Schlecker hatte auf Anfrage erklärt, dass die Mehrstunden auf Arbeitszeitkonten flössen (siehe Schlecker spart: Zeitkonten statt Bankkredit). „Schlecker ist aus Gründen einer höheren Auslastungsflexibilität auf dieses System angewiesen und wird dies dort, wo erforderlich, auch weiter praktizieren“, heißt es in einer Erklärung des Unternehmens. Wie Schlecker in Zukunft mit den Überstunden verfahren will, ist offenbar noch nicht endgültig geklärt. Dazu habe es keine Aussage gegeben, hieß es im thüringischen Ort Oberhof, wo der Konzernbetriebsrat von Schlecker tagte. Der übliche Weg wäre, dass das Unternehmen den Betriebsrat zu Verhandlungen über das Thema auffordert, damit die Rechte der Mitarbeiter geklärt werden. „Schlecker hat versucht, einen Weg zu diktieren“, sagte Neumann. „Das Unternehmen sollte aber den rechtlich sauberen Weg gehen und mit dem Betriebsrat verhandeln.“

          Anton Schlecker auf einem Archivbild aus dem Jahr 1999
          Anton Schlecker auf einem Archivbild aus dem Jahr 1999 : Bild: dpa

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