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Nach Brückenunglück : Der Streit über Italiens Autobahnen spitzt sich zu

Blick auf die eingestürzte Morandi-Brücke in Genua am Tag nach dem Unglück am 14.08.2018. Bild: dpa

Die Fünf-Sterne-Bewegung will die Eigentümerfamilie nach wie vor enteignen. Italiens Ruf als Investitionsstandort steht auf dem Spiel.

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          Der Streit um die Zukunft der italienischen Autobahnen wird für Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte und für die Unternehmerfamilie Benetton zum Minenfeld. Italiens Regierungskoalition steht darüber vor einer Zerreißprobe. Kurz vor der Einweihung der neuen Brücke in Genua weiß man noch nicht, wer künftig diese Autobahnstrecke betreiben soll und damit auch für die technische Abnahme des Neubaus verantwortlich ist. Zudem steht Italiens Ruf als Investitionsstandort für internationale Anleger auf dem Spiel.

          Tobias Piller

          Wirtschaftskorrespondent für Italien und Griechenland mit Sitz in Rom.

          All diese Grundsatzfragen stören die wichtigste politische Gruppe in der italienischen Regierungskoalition in keiner Weise. Die Fünf-Sterne-Bewegung, gegründet vom Komiker Beppe Grillo, einem Genuesen, liegt in den Meinungsumfragen weit abgeschlagen von einstigen Wahlergebnissen und will daher an Maximalpositionen festhalten, die kurz nach dem Einsturz der Autobahnbrücke im August 2018 aufgestellt wurden.

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