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Streit der Eigentümer : Media-Saturn hat keinen Chef - und sucht auch keinen mehr

  • Aktualisiert am

Um Media-Markt gibt es viel Streit. Bild: dpa

Der Streit zwischen den Eigentümern der Media-Saturn-Holding eskaliert: Die Suche nach einem neuen Chef ist erfolglos eingestellt und ein neues Schlachtfeld entstanden. Nicht mal ein prominenter Banker kann vermitteln.

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          Der Streit zwischen den Eigentümern der Media-Saturn-Holding eskaliert. Wie die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung berichtet, ist mit der am Donnerstag verkündeten Übernahme des Dienstleisters RTS ein neues Schlachtfeld entstanden zwischen der Metro als Haupteigentümer und Minderheitseigner Erich Kellerhals. Media-Markt-Gründer Kellerhals hatte versucht, den Deal mit juristischen Mitteln zu stoppen. Seinen Antrag auf einstweilige Verfügung stoppte das Landgericht Ingolstadt jedoch, berichtet die F.A.S. weiter.

          Ein Gang zur nächsten Instanz, das Oberlandesgericht München, erscheine in der Sache nun wahrscheinlich. „Wir entscheiden darüber, sobald wir das schriftliche Urteil gelesen haben“, sagte Ralph Becker, Geschäftsführer von Convergenta, der Investmentfirma von Kellerhals.

          Auch Fitschen scheitert

          Vollends verfahren ist die Suche nach einem neuen Chef für die Media-Saturn-Holding. So ruht gegenwärtig die Suche, schreibt die F.A.S. unter Berufung auf beide Parteien, die sich nicht auf ein Profil für den Posten einigen können. Der beauftragte Headhunter Dieter Rickert sah sich deshalb außer Lage, einen CEO zu präsentieren. Daraufhin wurde der Vertrag mit ihm beendet.

          Einen neuen Headhunter zu mandatieren, scheitert am dem Streit der Media-Saturn-Eigner. Zudem wird offenbar die Geschäftsführung des Konzerns weiter ausgedünnt. Von drei Top-Managern laufen demnächst die Verträge aus; um sie zu verlängern, bedarf es eines einstimmigen Votums der Gesellschafter. Daran ist nicht zu denken, schreibt die F.A.S. und beruft sich dabei auf Metro wie Convergenta.

          Um den seit Jahren währenden Streit zu befrieden, hatte sich vor Monaten sogar Deutsche-Bank-Boss Jürgen Fitschen eingeschaltet – und ist damit gescheitert. Das Angebot an Kellerhals lautete: Die Metro kauft ihm für einen angeblich dreistelligen Millionenbetrag drei Prozent der Anteile und damit sein Vetorecht ab, ernennt ihn zum Ehrenvorsitzenden der Gesellschafterversammlung von Media-Saturn und befürwortet, dass er in den Aufsichtsrat des Metro-Konzerns einzieht. Dies hat Kellerhals ausgeschlagen. Damit waren die Vermittlungsversuche Fitschens beendet.

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