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Streik-Pause : Schlichtung für Neue Halberg Guss

  • Aktualisiert am

Beschäftigte der Neuen Halberg Guss stehen während einer Demonstration vor dem Frankfurter Hauptbahnhof. Bild: dpa

Der Streik hält seit Wochen die Republik in Atem: Die Angestellten der neuen Halberg Guss wollen sich einen Sozialtarifvertrag erstreiten. Nun arbeiten sie wieder – eine Einigung gibt es aber noch nicht.

          Im Konflikt um einen Sozialtarifvertrag für den Autozulieferer Neue Halberg Guss wird es zu einem Schlichtungsverfahren kommen. Wie die Geschäftsführung des Herstellers von Motorblöcken und Kurbelwellen am Donnerstag mitteilte, habe sie den Vorschlag der Gewerkschaft IG Metall vom Mittwoch angenommen, die Auseinandersetzung vom ehemaligen Arbeitsrichter Lothar Jordan schlichten zu lassen.

          Das Verfahren soll am nächsten Montag beginnen. Die IG Metall kündigte an, den Streik mit Beginn der Schlichtung an den beiden Standorten des Unternehmens auszusetzen. Die Mitarbeiter werden mit Beginn der Frühschicht um 6 Uhr an ihre Arbeitsplätze in Saarbrücken und Leipzig zurückkehren.

          Die Beschäftigten der Neuen Halberg Guss waren vor sechs Wochen in den Ausstand getreten, seitdem stand die Produktion still. Die rund 2200 Mitarbeiter wollten mit dem Ausstand einen Sozialtarifvertrag für Kollegen erstreiten, die ihren Arbeitsplatz verlieren, weil dem zur Prevent-Gruppe gehörenden Unternehmen Aufträge fehlen.

          Kunden begrüßen Streikpause

          Der lange Streik betraf zuletzt auch Kunden wie den Kölner Motorenhersteller Deutz, der die Produktionsplanung anpassen und Schichten verlegen musste. Der Deutz-Vorstandsvorsitzende Frank Hiller begrüßte es daher am Donnerstag, dass der Streik ausgesetzt wird. „Sollte sich die Situation jetzt nicht umgehend stabilisieren, werden wir nach Alternativlieferanten suchen müssen“, sagte Hiller.

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