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Elektromobilität : Streetscooter engagiert Tesla-Manager

Ein Streetscooter steht vor der Zustellbasis. Bild: dpa

Die Deutsche Post holt sich Verstärkung für ihren Streetscooter. Ein bisheriger Tesla-Manager soll die internationale Vertriebsorganisation für den Elektrolieferwagen aufbauen.

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          Die Deutsche Post holt sich Verstärkung für ihren Elektrolieferwagen Streetscooter. Der bisherige Tesla-Manager Peter Bardenfleth-Hansen übernimmt von sofort an den neu geschaffenen Posten des Chief Growth Officers. Der 49 Jahre alte Däne soll die internationale Vertriebsorganisation für den Streetscooter aufbauen. Bardenfleth-Hansen gehörte dem ersten europäischen Tesla-Team an. Für den amerikanischen Elektroautohersteller schob er unter anderem das Geschäft in Norwegen, Japan und dem Nahen Osten an. Der Wechsel zu Streetscooter sei für ihn der nächste Schritt auf dem Weg, die Mobilität von fossilen Brennstoffen zu erneuerbaren Energien zu verändern, lässt sich der Manager zitieren.

          Christine Scharrenbroch

          Freie Autorin in der Wirtschaft.

          Vom amerikanischen Autokonzern Ford wechselt Ulrich Stuhec zu der Post-Tochtergesellschaft. Als Chief Technology Officer soll er die Produkt- und Technologieentwicklung und das Thema autonomes Fahren vorantreiben. Zudem ist er für die Expansion in China verantwortlich, wo Streetscooter jüngst eine Kooperation mit dem Autohersteller Chery vereinbart hat. Der 53 Jahre alte Diplom-Ingenieur begann seine Karriere in der Fertigungsplanung von BMW und arbeitete dann bei Ford in leitenden Funktionen in der Fahrzeugentwicklung. Bei Streetscooter löst er Technikvorstand Fabian Schmitt ab, der eine neue Aufgabe im Unternehmen übernehmen soll.

          Mit den beiden Neuverpflichtungen werde die Geschäftsführung der Tochtergesellschaft weiter auf Wachstum und Internationalisierung ausgerichtet, teilte die Post mit. „Ich bin überzeugt, dass wir mit Peter Bardenfleth-Hansen und Ulrich Stuhec die Weichen für ein erfolgreiches internationales Wachstum unserer Firma stellen werden“, sagte Streetscooter-Chef Jörg Sommer. Als ehrgeiziges Ziel gibt er aus, Streetscooter von einem Fahrzeughersteller zur führenden Energie- und Logistikplattform für die sogenannte letzte Meile zu machen, also den letzten Lieferabschnitt bis zur Haustür der Kunden.

          2014 hatte die Post das Aachener Start-up Streetscooter komplett übernommen. Mittlerweile sind 10.000 E-Transporter in der Zustellflotte des Dax-Konzerns im Einsatz. Das Fahrzeug wird auch an externe Kunden wie städtische Grünflächenämter, Bäckereiketten oder Cateringbetriebe verkauft. 500 Exemplare gingen an den japanischen Logistikdienstleister Yamato. In den Werken in Düren und Aachen besteht eine Produktionskapazität von bis zu 20.000 Fahrzeugen im Jahr. Auf Dauer will die Post aber kein Autohersteller sein. Das Unternehmen spricht deshalb mit potentiellen Partnern und Kaufinteressenten, wie Vorstandsvorsitzender Frank Appel der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ sagte. Nach wie vor ist das Geschäft mit dem Streetscooter defizitär.

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