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Streckennetz verknüpft : Air Berlin und Etihad verbünden sich mit Air France-KLM

Bild: dapd

Mit einem Air-Berlin-Ticket sollen Kunden künftig auch in Air-France-Flugzeugen fliegen können. Die beiden Unternehmen haben eine Kooperation vereinbart.

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          Die arabische Fluggesellschaft Etihad Airways und Air France-KLM gehen eine weitreichende Allianz ein. Das Abkommen mit der Verlust machenden französisch-niederländischen Fluggesellschaft, von dem künftig auch der Etihad-Partner Air Berlin profitieren soll, wurde am Montagmorgen verkündet. Die enge Zusammenarbeit zwischen Etihad und Air France-KLM wurde über Monate verhandelt und soll die Präsenz der hinter Emirates und Qatar Airways drittgrößten Fluggesellschaft aus der Golfregion in Europa stärken.

          Ulrich Friese

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Das Abkommen geht daher über die übliche Abstimmung von Flugplänen und der Aufteilung von Streckennetzen (Codesharing) weit hinaus, versichern Personen, die mit den Verhandlungen betraut sind. Beide Gesellschaften planen die Eröffnung eines intensiv genutzten Verbindungsstranges auf den Flugstrecken zwischen Europa und dem Nahen Osten. Air France-KLM und Etihad könnten über einen solchen Verbund ihre Zubringerflüge gemeinsam organisieren und sich so gegenseitig Passagiere für ihre wichtigsten Routen nach Asien beziehungsweise in die Vereinigten Staaten zuführen.

          Ob Etihad und Air France-KLM in Kürze ein Gemeinschaftsunternehmen gründen, das die Aufteilung von Gewinnen und Umsätzen vorsieht, ist noch offen. James Hogan, der Vorstandsvorsitzende von Etihad Airways, schloss im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung allerdings eine direkte Kapitalbeteiligung an Air France-KLM explizit aus. Seine Gesellschaft ist gegenwärtig mit 38 Fluggesellschaften über diverse Codesharing-Abkommen liiert.

          Darunter befinden sich mit Air Berlin, Air Seyshelles, Virgin Australia und der irischen Aer Lingus nur wenige Partner, an denen sich Etihad auch als Finanzier beteiligt. Am Rivalen der Lufthansa ist Etihad seit Jahresbeginn mit fast 30 Prozent als größter Aktionär beteiligt und ein wichtiger Geldgeber. Der Anbieter aus Abu Dhabi stellte dem kapitalschwachen Partner aus Berlin einen Kredit von rund 200 Millionen Euro mit einer Laufzeit bis Dezember 2016 zur Verfügung.

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