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Streaming-Dienst wächst weiter : Spotify hat jetzt 100 Millionen zahlende Kunden

  • Aktualisiert am

Spotify-Chef Daniel Ek hat große Pläne (Bild aus 2015). Bild: AFP

Der Musik-Streamingdienst erfreut die Anleger mit deutlich mehr Umsatz. Für schwarze Zahlen reicht es aber nach wie vor nicht. Spotify-Chef Ek hat derweil vor allem einen Markt im Visier.

          Spotify hat im ersten Quartal von einer deutlich höheren Zahl an Premium-Abonnenten profitiert. Der Umsatz stieg deshalb um ein Drittel auf 1,51 Milliarden Euro, wie der weltweit größte Musikstreaming-Anbieter am Montag mitteilte. Analysten hatten mit weniger Erlösen gerechnet. Die Aktien kletterten im vorbörslichen Handel um fast fünf Prozent.

          Ende des ersten Quartals zählte das schwedische Unternehmen 100 Millionen Abonnenten, die für das Streaming von Musik eine monatliche Gebühr bezahlen. Das waren 25 Millionen mehr als drei Monate zuvor. Aus Europa stammten etwa 40 Prozent der Nutzer, 30 Prozent aus Nordamerika. Der Konzern, der seit dem Frühjahr 2018 an der New Yorker Börse notiert ist, will die Zahl der zahlenden Kunden bis zum Ende des zweiten Quartals um weitere zehn Prozent ausbauen und den Konkurrenten Apple damit weiter auf Abstand halten, der auf etwa halb so viele Premium-Nutzer kommt.

          Trotz des gestiegenen Umsatzes schrieb Spotify im ersten Quartal rote Zahlen und erwartet auch für das Gesamtjahr Verluste. Der operative Fehlbetrag werde zwischen 180 Millionen und 340 Millionen Euro liegen und damit etwas geringer ausfallen als bisher prognostiziert. Der Umsatz 2019 soll den Angaben zufolge auf 6,35 Milliarden bis 6,8 Milliarden Euro zulegen.

          Spotify Technology S.A.

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          Der durchschnittliche Umsatz pro Kunde sank unterdessen binnen drei Monaten von 4,89 auf 4,71 Euro. Das liegt unter anderem an der weiterhin wachsenden Popularität günstigerer Familien- und Studenten-Abos. Spotify-Chef Daniel Ek kündigte derweil an, neues Wachstum unter anderem im Podcast-Markt zu suchen. Dafür gab Spotify inzwischen 358 Millionen Dollar für Zukäufe von drei Firmen aus, die in dem Geschäft aktiv sind.

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