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Strategietag : Mercedes setzt voll auf Luxus

Größer, schwerer, breiter: Luxus-Geländemodelle von Mercedes für betuchte Kunden in Amerika Bild: Mauritius

Maybach, AMG, S-Klasse: Mercedes setzt immer radikaler auf seine allerteuersten Modelle. Dem könnten die A- und B-Klasse zum Opfer fallen.

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          Luxus, Luxus, Luxus: Der Mercedes-Benz-Konzern setzt noch radikaler auf seine allerteuersten Modelle. Drei Viertel der Investitionen sollen in die teuersten Autos fließen, es gibt eine elektrische Produktoffensive bei den Luxuslimousinen von Maybach, den hochmotorisierten AMG-Autos und der kastenförmigen G-Klasse. Und diese sogenannten Top-End-Luxus-Modelle, zu denen auch die S-Klasse gehört, sollen einen immer größeren Anteil an den Verkäufen ausmachen. Das sind einige der Pläne, die der Mercedes-Vorstand um Ola Källenius am Donnerstag auf seinem Kapitalmarkttag, der an der Côte d’Azur stattfand, den Anlegern präsentierte. Der Titel der Veranstaltung war: „Die Ökonomie des Begehrens“.

          Gustav Theile
          Wirtschaftskorrespondent in Stuttgart.

          Unter Källenius’ Vorgänger Dieter Zetsche hatte der damalige Daimler-Konzern, der seine Lastwagen-Sparte vor einigen Monaten abgespalten hat, auf immer höhere Absatzzahlen gesetzt. Källenius hatte nach seinem Antritt 2019 eine Wende eingeleitet und – wie er am Donnerstag betonte – schon vor der Pandemie und der Halbleiterkrise auf Luxus und margenstarke Autos gesetzt. Man werde diese Strategie auch weiterverfolgen, wenn sich die Pandemie und die Halbleitersituation entspannten. Das lässt sich als Wink an Konkurrenten verstehen, die wegen des Chipmangels aktuell ebenso mehr teure, margenstarke Autos herstellen.

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