https://www.faz.net/-gqe-9rk40

Stellenabbau : Siemens streicht in Deutschland weniger Stellen

  • Aktualisiert am

Siemens streicht rund 1100 Stellen in Deutschland. Bild: dpa

Siemens will weniger Arbeitsplätze abbauen. In Deutschland sind weiterhin 1100 Stellen betroffen.

          1 Min.

          Siemens reduziert in seiner kriselnden Energiesparte seine bisherigen Stellenabbaupläne. Statt der 1400 Jobs sollen in Deutschland nur noch 1100 Jobs wegfallen, wie ein Unternehmenssprecher am Mittwoch sagte. In Erlangen, dem am stärksten betroffenen Standort, sollen 450 Stellen wegfallen und nicht wie bisher angekündigt 600. Im Schaltwerk Berlin ändert sich die Zahl von 470 auf 410.

          Im Trafowerk Nürnberg wird Siemens demnach rund 130 Jobs abbauen, bisher war hier von mehr als 160 Stellen die Rede, die wegfallen sollten. Am Standort Dresden sollen nur noch 60 statt der bisher geplanten 70 Arbeitsplätze abgebaut werden. Betriebsbedingte Kündigungen soll es nicht geben.

          Laut dem sogenannten Radolfzeller Abkommen können betriebsbedingte Kündigungen bei Siemens nur im Einvernehmen zwischen Unternehmensleitung, IG Metall und dem Betriebsrat erfolgen. „Wir haben das Ziel, einvernehmliche Lösungen zu erzielen“, betonte der Sprecher. Dabei komme eine ganze Palette von Möglichkeiten wie Weiterbildung, Versetzung, Vorruhestands- und Altersteilzeitmodelle sowie Abfindungszahlungen zum Tragen. Die reduzierten Abbaupläne seien Ergebnis eines mit der Arbeitnehmerseite gefundenen Kompromisses, sagte der Sprecher.

          Im Juni hatte Siemens in seiner kriselnden Energiesparte angekündigt, weltweit 2700 Stellen zu streichen. Zu der Sparte „Gas and Power“ gehört auch das Geschäft mit Transformatoren und Schaltanlagen. Im kommenden Jahr will Siemens die Sparte an die Börse bringen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Gestärkt: Der türkische Staatspräsident Erdogan spricht am Sonntag mit türkischen Journalisten

          Türkischen Offensive : Erdogans Gewinn

          Wieder einmal stärkt eine Krise, die der türkische Staatspräsident ausgelöst hat, seine innenpolitische Stellung. Die ausbleibende internationale Unterstützung aber dürfte einen Preis haben.
          Zweimal Gündogan: Kimmich schreit seine Erleichterung über die Treffer des Kollegen heraus.

          3:0 für Deutschland : Geduldsspiel in Tallinn

          Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft muss einen frühen Platzverweis von Can verkraften, gewinnt aber nach zähem Beginn 3:0 in Estland. Gündogan trifft zweimal, Werner setzt noch einen drauf.
          Was denkt die Queen über den Brexit? Die britische Königin Elisabeth II. im Mai 2019.

          Brexit-Streit : Die Queen liest Johnson

          Elisabeth II. trägt an diesem Montag im Unterhaus das Regierungsprogramm des Premierministers Boris Johnson vor. Im Zentrum steht der Brexit-Prozess, der gerade in einer entscheidenden Phase ist.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.