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Opel-Mutterkonzern : Stellantis übertrumpft Volkswagen bei der Rendite

Ein Mitarbeiter läuft in einem Citroen-Showroom in Paris an einem Auto vorbei. Bild: Bloomberg

Peugeot, Citroen, Opel, Fiat – der Autokonzern Stellantis, vor 7 Monaten gebildet, ist das Dach vieler Marken. Das erste Halbjahr lief für den neuen Autoriesen prächtig. Jetzt werden sogar die Ziele angehoben.

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          Sieben Monate nach der Fusion der Autokonzerne PSA (Peugeot, Citroen, Opel) und FCA (Fiat-Chrysler) zu Stellantis strahlt der erste Halbjahresbericht rundum Optimismus aus: Weil sich die Ertragskraft im ersten Halbjahr 2021 besser erwiesen hat als erwartet, wird das Ergebnisziel angehoben.

          Tobias Piller
          Wirtschaftskorrespondent für Italien und Griechenland mit Sitz in Rom.

          Im Detail gibt Stellantis an, eine von Sondereffekten bereinigte operative Rendite von 11,6 Prozent erreicht zu haben. Daher wird nun für die Rendite für das ganze Jahr 2021 ein Wert von 10 Prozent versprochen. Dieses Ziel traut sich Stellantis zu mit der Annahme, dass im zweiten Halbjahr 2021 keine zusätzlichen Erschwernisse für den Autokonzern durch den Chipmangel entstehen, sondern dass sich die Lage entspannt.

          Die operative Rendite von 11,6 Prozent ist für einen Massenhersteller ein starker Wert. Damit hängt Stellantis auch den größeren VW-Konzern ab. Der erreichte nach einem ebenfalls starken ersten Halbjahr eine operative Rendite von 8,8 Prozent.

          Umsatzbringer Nordamerika

          Stellantis berichtet für das erste Halbjahr 2021 von einem konsolidierten Umsatz von 72,6 Milliarden Euro. Der theoretische Vergleichswert für 2020, für die damals noch nicht fusionierte Gruppe lag wegen des vielfachen Lockdowns und Fabrikschließungen in der Corona-Krise nur bei 19,6 Milliarden Euro. Der von Stellantis zu einem wichtigen Indikator beförderte Wert des von Sondereffekten befreiten operativen Ertrags lag bei 8,6 Milliarden Euro, der Nettogewinn bei 5,8 Milliarden Euro.

          Herausragende Erfolge waren nach dem Bericht von Stellantis die operative Gewinnmarge von 16,1 Prozent in Nordamerika, der Erfolg des Opel Corsa als Nummer Eins im Kleinwagensegment in Deutschland und Großbritannien sowie der Erfolg des neuen elektrischen Fiat 500 als meistgefragtes elektrisches Stadtauto in zehn Ländern.

          Größter Umsatzbringer war der nordamerikanische Markt mit 32,4 Milliarden Euro Umsatz und einem Absatz von 873.000 Fahrzeugen, vor Europa mit 32 Milliarden Euro Umsatz und einem Absatz von 1,66 Millionen Autos. Südamerika mit 424.000 verkauften Autos, der Mittlere Osten und Afrika mit einer Verkaufszahl von 200.000 sowie China mit 102.000 waren dagegen zumindest vorerst weniger wichtig.

          Innerhalb der kommenden zwei Jahre will Stellantis sein Angebot an Elektroautos von 11 auf 22 Modelle verdoppeln. Zudem sollen 10 Hybridmodelle und mit Wasserstoff betriebene Lieferwagen auf den Markt kommen.

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