https://www.faz.net/-gqe-adyu9

Geschäft mit der Bohne : Vom Arzt zur Kaffee-Koryphäe

  • -Aktualisiert am

Steffen Schwarz hat sein Leben dem Kaffee verschrieben – und gemeinsam mit seiner Frau eine ganze Unternehmensgruppe gegründet. Bild: Lucas Bäuml

Steffen Schwarz war auf dem besten Weg, Unfallchirurg zu werden. Dann faszinierte ihn Kaffee so sehr, dass eine ganze Unternehmensgruppe entstand.

          4 Min.

          Einmal hat Steffen Schwarz zu Kursbeginn einen langen Strich über die ganze Tafel gemalt, mit einem Kreuzchen am Anfang und Ende. Was das sei, habe er seine Studenten gefragt und dann selbst geantwortet: „Das, meine Damen und Herren, das ist Ihr Leben. Hier fängt’s an, und da hört’s auf. Und alles, was Sie noch vorhaben, sollten Sie versuchen zwischen diesen beiden Punkten unterzubringen.“ Natürlich dächten die Leute dann, man habe ein Rad ab, sagt Schwarz. Aber: „Wenn Sie eine Sache niemals zurückkriegen, dann ist es Zeit.“

          Kim Maurus
          Volontärin.

          Aus Schwarz’ Mund klingen solche Sätze erstaunlich unpathetisch. Der Mediziner hat sich sehr gut überlegt, was er mit seiner Zeit machen will. Als Arzt arbeiten zum Beispiel nicht. Seit mehr als zwei Jahrzehnten hat er sich dem Kaffee verschrieben. Gemeinsam mit seiner Frau betreibt er in Mannheim das Ausbildungszentrum Coffee Consulate. Sie haben eine Rohkaffeehandelsgesellschaft gegründet, besitzen Kaffeebars und -röstereien in Bielefeld und Paderborn. Als Dozent für Kaffee kooperiert Schwarz mit verschiedenen Hochschulen. „So wie sich das im Laufe des Lebens eben anhäuft“, sagt Schwarz über seine Unternehmensgruppe.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Paul Ziemiak, Tilman Kuban und Hendrik Wüst beim „Deutschlandtag“ der Jungen Union am 16. Oktober in Münster

          Imagewandel der Jungen Union : Konservative in Sneakern

          Die Junge Union ist auf der Suche nach einer neuen Außendarstellung. Manche ihrer Mitglieder wollen die Rhetorik abrüsten und den Kleidungsstil ändern. Aber wofür stehen die Jungkonservativen?
          Wer traut sich schon, vor Autos herzuradeln? Das ist in dieser Straße in Frankfurt aber so gedacht, Fahrräder und Autos teilen sich die Spur und Autos dürfen Räder nicht überholen. Was Verkehrsteilnehmer hier für einen Radweg halten, ist die „Dooring Zone“ des Parkstreifens.

          Psychologie der Straße : Warum die Verkehrswende scheitert

          Warum tun wir uns so schwer, den Autoverkehr in seine Schranken zu weisen? An fehlenden Befunden der Verkehrswissenschaft liegt es jedenfalls nicht. Die Antworten liefern Psychologen.