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Wandel bei Brainpool : Stefan Raab mischt hinter den Kulissen mit

  • -Aktualisiert am

Gute alte Zeit: Als er noch vor der Kamera auftauchte, war Stefan Raab für Brainpool Gold wert. Bild: Edgar Schoepal

„Pussyterror“, Luke oder ein Date im Bett? Der Fernsehproduzent Brainpool steht vor einem gewagten Einschnitt. Dazu hat auch Raab beigetragen.

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          Spannender als das Fernsehprogramm ist mitunter der Blick hinter die Fernsehkulissen. Gerade zeichnet sich der Wechsel an den Schalthebeln der Kölner Fernsehproduktionsgesellschaft Brainpool TV GmbH ab, der Heimat von Unterhaltungsstars wie Stefan Raab, Anke Engelke und Bastian Pastewka. Nachdem Raab seine Brainpool-Anteile an die französische Banijay-Gruppe verkauft hat, der vorher die Hälfte gehörte, greift der neue Mehrheitsgesellschafter in Deutschland durch. Banijay drängt den Mitgesellschafter und Brainpool-Gründer Jörg Grabosch sowie Gesellschafter Andreas Scheuermann aus der Geschäftsführung. So sieht es der Plan für die Gesellschafterversammlung an diesem Donnerstag vor. Banijay-Manager Peter Langenberg soll dann zumindest vorübergehend das Kölner Geschäft leiten.

          Jan Hauser

          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          In fast 25 Jahren ist das Kölner Unternehmen zu einer festen Größe der Fernsehlandschaft geworden. In den neunziger Jahren startete „Die Wochenshow“ auf dem Privatsender Sat 1 und Raabs „TV Total“ auf Pro Sieben. Heute betreut Brainpool Sendungen und Künstler wie Luke Mockridge auf Sat 1, Bastian Pastewka mit „Pastewka“ für Amazon oder Carolin Kebekus mit „Pussyterror TV“ in der ARD. Nach Raabs Abtritt von der Fernsehbühne vor fast zweieinhalb Jahren kommt Brainpool allerdings mit weniger Sendungen und deutlich geringerem Umsatz aus.

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