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Rückerstattungen : Digitale Verspätungsjäger

Rückerstattungen für verspätete oder ausgefallene Züge können Kunden jetzt auch im Internet einfordern. Bild: dpa

Start-ups haben das Eintreiben von Erstattungen bei Verspätungen als Geschäftsmodell erkannt – Gewinn machen wollen sie damit allerdings nicht. Auf lange Sicht könnte das der Bahn sogar helfen.

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          Mit steigendem Schneefallrisiko steigt auch die Gefahr von Zugausfällen und Verspätungen bei der Deutschen Bahn wieder an. Geht dann unterwegs etwas schief, haben Fahrgäste schnell Anspruch auf Erstattung. Diesen Anspruch geltend zu machen, nehmen allerdings noch immer die wenigsten Bahnkunden auf sich – zum Teil aus Unkenntnis, zum Teil weil ihnen der Aufwand zu groß ist. Aktuell erhalten Fahrgäste im Falle von Verspätungen zwischen 60 und 120 Minuten ein Viertel des Fahrpreises zurück, ab 120 Minuten gibt es die Hälfte. Für die Erstattung muss das Fahrgastrechte-Formular ausgefüllt und in einem Reisezentrum abgegeben oder postalisch an die Deutsche Bahn gesandt werden. Entgegen einer weitverbreiteten Überzeugung ist es nicht unbedingt notwendig, dass der Zugbegleiter die Verspätung quittiert.

          Den Unwillen der Bahn, den Erstattungsprozess kundenfreundlicher zu gestalten, nutzen mittlerweile mehrere Start-ups aus. Sie bieten Bahnkunden die Möglichkeit, Entschädigungen digital einzufordern. Der Ablauf ist dabei immer gleich: Details zu Verbindung und Reisendem angeben und Ticket hochladen. Nach einer gewissen Zeit erhält man den entsprechenden Betrag erstattet.

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