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Start-up Innoplexus : Ein Google der Pharmabranche

Innoplexus-Gründer Gunjan Bhardwaj Bild: Helmut Fricke

Mit seiner Suchmaschine „iPlexus“ will das hessische Start-up die Pharmaforschung schneller und günstiger machen. Nun peilt Innoplexus einen Börsengang an – und wendet sich weiteren Branchen zu.

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          Die Pharmaforschung schneller, umfassender und günstiger machen – so könnte man wohl die Idee beschreiben, die Gunjan Bhardwaj seinem Start-up Innoplexus im Jahr 2011 zugrundegelegt hat. Auf Basis dieser Idee ist seit ein paar Jahren schon eine Suchmaschine für Forscher und Wissenschaftler unter dem Namen „iPlexus“ auf dem Markt. Um das künftige Wachstum des Unternehmens dahinter zu finanzieren, kann sich Bhardwaj auch einen Börsengang vorstellen. Dafür seien „alle möglichen Plätze interessant“, sagt er im Gespräch mit der F.A.Z. Man werde das entsprechend vorbereiten, und innerhalb der nächsten zwei Jahre sei eine Börsennotierung „das Mittel zum Zweck“. Zunächst steht allerdings eine weitere Finanzierungsrunde an, für die der gebürtige Inder mit deutscher Staatsbürgerschaft derzeit die Werbetrommel rührt.

          Ilka Kopplin
          Wirtschaftskorrespondentin in München.

          Zu den Hauptfinanziers gehören bislang Finanzinvestoren wie Apeiron oder die HCS Beteiligungsgesellschaft. In den nächsten Monaten will Bhardwaj mindestens 40 Millionen Euro einsammeln. Eine Umsatzzahl will der Innoplexus-Chef derweil nicht nennen. Die Tatsache, dass das Unternehmen in den vergangenen Jahren insgesamt erst 35 Millionen Euro von Investoren erhalten hat, verdeutlicht, wie viel Mittel derzeit in Weiterentwicklungen und das Wachstum fließen, unter anderem in die App „Curia“. Sie richtet sich an Patienten, die über sie die besten Ärzte für ihre Krankheit finden sollen.

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