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Brennstoffzellentechnologie : Nikola prescht mit Wasserstoff-Lastern vor

Künftig wohl auch mit Brennstoffzelle: Streetscooter-Fahrzeuge der Post Bild: Reuters

Dem Elektroauto hat Tesla Aufmerksamkeit verschafft. Ein anderes Start-up aus Amerika setzt auf Laster mit Brennstoffzelle – und will nicht weniger als „die Welt ändern“.

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          Tesla war nicht der erste Hersteller mit einem Elektroauto. Und doch hat das amerikanische Unternehmen den Autokonzernen vorgemacht, wie es geht. Genau so will es Nikola Motors im Nutzfahrzeugbereich machen – mit Brennstoffzellen-Lastern, also mit elektrischen Lastwagen, die ihren Strom aus Wasserstoff gewinnen: „Nikola ändert die Welt schneller, als wir es je für möglich gehalten hätten“, verkündete Trevor Milton, Gründer und Vorstandschef des 2014 gegründeten Unternehmens vor kurzem auf Twitter. Seine Vision ist, die Transportbranche in Nordamerika und Europa umzukrempeln.

          Susanne Preuß

          Wirtschaftskorrespondentin in Stuttgart.

          Schon nächstes Jahr soll in Amerika ein Brennstoffzellen-Laster auf den Markt kommen. Gleichzeitig soll an den strategisch bedeutenden Verkehrsrouten eine Infrastruktur für Wasserstoff aufgebaut werden. Europa soll dann 2022 an der Reihe sein. Ist es also wieder ein amerikanisches Start-up, das den Takt vorgibt? Es spricht einiges dafür. Der Nikola Two soll ab 2022 in Nordamerika unterwegs sein – und zwar bis zu 1900 Kilometer, ohne dass die Wasserstoff-Tanks nachgefüllt werden müssen. Der Bierbrauer Anheuser-Busch soll schon 800 dieser Lastwagen bestellt haben. Insgesamt ist von einer fünfstelligen Zahl von Vorbestellungen die Rede. Für Europa gibt es dann den etwas kleineren Sattelschlepper Nikola Tre mit 1200 Kilometer Reichweite.

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