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Stahl : Inder wollen mit Thyssen gemeinsame Sache machen

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Dampf machen: Arbeiten Thyssen und Tata künftig eng zusammen, wenn es um die Stahlherstellung geht? Bild: dpa

Raus aus Großbritannien, rein in Thyssen: Indiens Stahlkonzern Tata will sich offenbar mit dem deutschen Traditionsunternehmen zusammentun. Die Börse reagiert heftig.

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          Der indische Konzern Tata Steel will sich angeblich an der europäischen Stahlsparte des deutschen Wettbewerbers Thyssen Krupp beteiligen. Die Gespräche seien weit fortgeschritten, berichtet die „Rheinische Post“ und beruft sich dabei auf Regierungskreise in Berlin.

          Demnach würden mehrere Varianten diskutiert. Dabei werde keine klassische Übernahme favorisiert, sondern ein Joint Venture mit der Option, zu einem späteren Zeitpunkt den Anteil auszubauen. An der Börse stieg der Thyssen-Kurs an diesem Freitag um 5 Prozent, während alle übrigens Dax-Werte Verluste verzeichneten im Vormittagshandel.

          Ein Thyssen-Sprecher sagte: „Wir kommentieren Spekulationen grundsätzlich nicht.“ Thyssen Krupp stehe weiter dazu, dass eine Konsolidierung der Branche Sinn mache.

          Zuletzt hatte die Stahlsparte dem Unternehmen aus Essen immer größere Sorgen bereitet. Wie der gesamten Branche machen Thyssen Überkapazitäten, Preisdruck und günstige Einfuhren aus China zu schaffen, wo sehr viel Stahl hergestellt wird.

          Erst am Mittwoch hatte Tata mitgeteilt, sich vollständig aus Großbritannien zurückzuziehen. Im Vereinigten Königreich sind deswegen wohl bis zu 15.000 Arbeitsplätze in Gefahr - sogar die britische Regierung hat sich schon mit der Thematik befasst.

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