https://www.faz.net/-gqe-7mpbt

Staatskrise in der Ukraine : Tchibo stoppt Werbung mit den Klitschkos

  • Aktualisiert am

Vitali Klitschko (l.) und sein Bruder Wladimir Bild: dapd

Die Einzelhandelskette Tchibo hat mit den Klitschko-Brüdern einen neuen Werbefilm gedreht. Ausstrahlen will sie ihn nun nicht mehr - wegen der vielen Toten in Kiew.

          1 Min.

          Die Einzelhandelskette Tchibo stoppt wegen der Staatskrise der Ukraine einen Werbespot mit dem dortigen Oppositionsführer und ehemaligen Boxer Vitali Klitschko. „Angesichts der Bilder, die uns in den letzten Tagen aus Kiew erreicht haben, scheint es uns nicht angebracht, diesen Film noch zu zeigen“, sagte ein Tchibo-Sprecher dem „Tagesspiegel“. Die Firma bedaure dies.

          Dem Bericht zufolge sollten Vitali Klitschko und sein Bruder Wladimir in dem 30 Sekunden langen Film für verschiedene Fitnessprodukte wie etwa ein Springseil werben. Der Spot sei bereits im Sommer gedreht worden und hätte in Kürze ausgestrahlt werden sollen.

          Auf den Produkten selbst sind den Angaben zufolge die Gesichter der Klitschko-Brüder aufgedruckt. „Das lässt sich aber nicht mehr ändern“, sagte der Unternehmens-Sprecher. Wie hoch der finanzielle Schaden durch die zurückgezogene Werbung ist, wollte er nicht sagen: Sowohl die Klitschko-Brüder als auch die Werbeagentur seien bezahlt und die Fernsehsendezeiten für den Film größtenteils verbindlich gebucht worden.

          Vitali Klitschko ist einer der führenden Köpfe der ukrainischen Opposition. Bei monatelange Massenprotesten in dem Land und Zusammenstößen von Demonstranten und Sicherheitskräften hatte es in den vergangenen Tagen zahlreiche Tote gegeben. Am Samstag setzte das Parlament den Staatspräsidenten Viktor Janukowitsch ab.

          Weitere Themen

          Bis zu 6300 Euro Entschädigung für VW-Kunden Video-Seite öffnen

          Dieselskandal : Bis zu 6300 Euro Entschädigung für VW-Kunden

          Die Einigung von VW und Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) im Dieselstreit sieht auch weiterhin ein Vergleichsangebot in Höhe von 830 Millionen Euro vor. Kunden, die sich in das Klageregister eingetragen haben, bietet VW eine Einmalzahlung an.

          Erstes Land der Welt führt kostenlosen ÖPNV ein

          Luxemburg : Erstes Land der Welt führt kostenlosen ÖPNV ein

          Wer von Samstag an in Luxemburg in einen Bus oder eine Bahn steigt, muss nichts mehr zahlen. Das kleine Großherzogtum will damit Vorreiter bei der Verkehrswende werden. Kostenpunkt: 41 Millionen Euro im Jahr.

          Topmeldungen

          Ein Hotel in Wuhan dient auch als Quarantänestation.

          Helfer in Wuhan : Lieber im Hotel als zu Hause schlafen

          Hotelmanagerin Xiao Yaxing leitet vier Hotels in Wuhan. Die Häuser sind derzeit ausgebucht, aber nicht mit Gästen: Yaxing lässt medizinisches Personal dort übernachten. Solch ein Engagement ist in China nicht selbstverständlich.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.