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Staatskrise in der Ukraine : Tchibo stoppt Werbung mit den Klitschkos

  • Aktualisiert am

Vitali Klitschko (l.) und sein Bruder Wladimir Bild: dapd

Die Einzelhandelskette Tchibo hat mit den Klitschko-Brüdern einen neuen Werbefilm gedreht. Ausstrahlen will sie ihn nun nicht mehr - wegen der vielen Toten in Kiew.

          Die Einzelhandelskette Tchibo stoppt wegen der Staatskrise der Ukraine einen Werbespot mit dem dortigen Oppositionsführer und ehemaligen Boxer Vitali Klitschko. „Angesichts der Bilder, die uns in den letzten Tagen aus Kiew erreicht haben, scheint es uns nicht angebracht, diesen Film noch zu zeigen“, sagte ein Tchibo-Sprecher dem „Tagesspiegel“. Die Firma bedaure dies.

          Dem Bericht zufolge sollten Vitali Klitschko und sein Bruder Wladimir in dem 30 Sekunden langen Film für verschiedene Fitnessprodukte wie etwa ein Springseil werben. Der Spot sei bereits im Sommer gedreht worden und hätte in Kürze ausgestrahlt werden sollen.

          Auf den Produkten selbst sind den Angaben zufolge die Gesichter der Klitschko-Brüder aufgedruckt. „Das lässt sich aber nicht mehr ändern“, sagte der Unternehmens-Sprecher. Wie hoch der finanzielle Schaden durch die zurückgezogene Werbung ist, wollte er nicht sagen: Sowohl die Klitschko-Brüder als auch die Werbeagentur seien bezahlt und die Fernsehsendezeiten für den Film größtenteils verbindlich gebucht worden.

          Vitali Klitschko ist einer der führenden Köpfe der ukrainischen Opposition. Bei monatelange Massenprotesten in dem Land und Zusammenstößen von Demonstranten und Sicherheitskräften hatte es in den vergangenen Tagen zahlreiche Tote gegeben. Am Samstag setzte das Parlament den Staatspräsidenten Viktor Janukowitsch ab.

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