https://www.faz.net/-gqe-9u0td

Volkswagen : Staatsanwaltschaft durchsucht Geschäftsräume

  • Aktualisiert am

Staatsanwaltschaft hat Geschäftsräume von Volkswagen durchsucht. Bild: Reuters

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat am Dienstag Geschäftsräume von VW in Wolfsburg durchsucht. Hintergrund sind laut Konzern Ermittlungen gegen Einzelpersonen „weit unterhalb des Vorstands“, die sich auf Dieselfahrzeuge mit Motoren des Typs EA 288 bezögen.

          1 Min.

          Ermittler der Staatsanwaltschaft Braunschweig haben am Dienstag Geschäftsräume von Volkswagen in Wolfsburg durchsucht. Hintergrund seien Ermittlungen gegen Einzelbeschuldigte, die sich auf Dieselfahrzeuge mit Motoren des Typs EA 288 bezögen, teilte der Konzern mit. Den Vorwürfen lägen technische Sachverhalte zugrunde, die der Autokonzern den zuständigen Ermittlungs- und Zulassungsbehörde selbst frühzeitig offengelegt habe. Volkswagen kooperiere mit der Staatsanwaltschaft, obwohl das Unternehmen deren Rechtsauffassung und die daraus resultierenden Ermittlungen für unbegründet halte.

          Bei dem Motor mit der Bezeichung EA 288 handelt es sich um den Nachfolger des durch die Abgasmanipulationen in Verruf geratenen EA 189. Ein VW-Sprecher sagte, bei Untersuchungen des Motors sei ein Ausfall des Dieselpartikelfilters simuliert worden. Dabei habe sich herausgestellt, dass das Diagnosesystem der Fahrzeuge einen solchen Ausfall nicht anzeige. Die Abgasgrenzwerte würden dennoch eingehalten, betonte der Sprecher. Es handele sich um keine Ermittlungen gegen das Unternehmen selbst, sondern gegen einzelne Personen „weit unterhalb des Vorstands“.

          Volkswagen hatte im September 2015 zugegeben, millionenfach Diesel-Abgaswerte durch eine spezielle Software manipuliert zu haben. Diese sorgt dafür, dass Diesel-Autos die Stickoxidgrenzwerte auf dem Prüfstand einhalten, auf der Straße aber ein Vielfaches mehr von dem giftigen Abgasen ausstoßen. Die Aufarbeitung des Skandals hat den Konzern bislang mehr als 30 Milliarden Euro gekostet.

          Weitere Themen

          Ochsen und Pferde vermehrt genutzt Video-Seite öffnen

          Benzinknappheit in Kuba : Ochsen und Pferde vermehrt genutzt

          Auf Kuba bewirtschaften immer mehr Bauern ihre Äcker mit Ochsenkarren, andere fahren mit der Pferdekutsche zum Einkaufen. Einer der Gründe ist das amerikanische Embargo gegen Venezuela, das zu Spritknappheit auf Kuba geführt hat.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.