https://www.faz.net/-gqe-11j4g

Staatliche Hilfen für Schaeffler : Ein Rettungsgipfel in der Bayerischen Staatskanzlei

Horst Seehofer und Maria-Elisabeth Schaeffler (Fotomontage) Bild: DPA/FAZ.NET

Das Familienunternehmen Schaeffler hat sich mit der Übernahme des Autozulieferers Continental verhoben. Im Ringen um staatliche Hilfen kommt es am Dienstag zu einem Gipfeltreffen: Nach Informationen der F.A.Z. trifft sich Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer mit Maria-Elisabeth Schaeffler und deren Sohn Georg.

          Im Ringen um staatliche Hilfen für die Schaeffler-Gruppe in Herzogenaurach und die Continental AG in Hannover kommt es an diesem Dienstag zu einem Gipfeltreffen in der Bayerischen Staatskanzlei. Nach Informationen der F.A.Z. trifft sich Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) mit Maria-Elisabeth Schaeffler und deren Sohn Georg sowie Schaeffler-Geschäftsführer Jürgen Geißinger und dem Rechtsberater und engen Vertrauten der Franken, Rolf Koerfer.

          Johannes Ritter

          Korrespondent für Politik und Wirtschaft in der Schweiz.

          Schaeffler hat sich mit der Übernahme von Continental verhoben und hofft nun auf die Rückendeckung des Staates. Im Gespräch sind Bürgschaften für die Kredite der Gruppe. Schaeffler und Conti stehen bei den Banken mit 22 Milliarden Euro in der Kreide.

          Ein weiteres Gipfeltreffen in Berlin

          Möglicherweise werden die Schaefflers gegenüber Seehofer konkreter benennen, in welchem Umfang sie Hilfe benötigen. Bislang liegt offenbar kein belastbares Konzept vor. Daher ist auch noch unklar, ob ein weiteres, noch in dieser Woche geplantes Gipfeltreffen mit Politikern stattfinden wird. Dem Vernehmen nach wollten sich Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU), Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU), Seehofer sowie Geißinger & Co. am Donnnerstagmorgen in der niedersächsischen Landesvertretung in Berlin treffen.

          Aus der niedersächsischen Landesregierung verlautete jedoch, dass dieser Termin möglicherweise nicht zu halten sei. In Hannover ärgert man sich offenbar über die Indiskretionen vom Wochenende. Außerdem sehen sich die Niedersachsen weniger stark in der Pflicht als die Bayern, weil die in Hannover ansässige Continental Ende vergangener Woche ihre Verträge mit den kreditgebenden Banken neu verhandelt und damit abgesichert hat. Die Continental-Aktie verlor am Montag bis zu 28 Prozent an Wert. (siehe: Übernahme von Continental: Völlig verhoben)

          Weitere Themen

          Drohnen-Angriff sorgt für Ölpreis-Anstieg Video-Seite öffnen

          Saudi-Arabien : Drohnen-Angriff sorgt für Ölpreis-Anstieg

          Nach den Drohnenangriffen auf zwei Ölanlagen in Saudi-Arabien wird mit einem Anstieg der Ölpreise gerechnet. Die Angriffe verschärfen die angespannte Lage in der Golfregion und führten zum Einbruch der Ölproduktion in Saudi-Arabien.

          Topmeldungen

          TV-Kritik: Anne Will : Klimawandel und Professionalisierung

          In dieser Woche will die Bundesregierung ihre klimapolitischen Pläne festschreiben. Vorher schärfen alle Akteure noch einmal ihr Profil. Das gelang gestern Abend auch dem AfD-Politiker Björn Höcke, während es bei Anne Will um die Autoindustrie ging.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.