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Staatlich gestützter Versichererskonzern : Erneut Aufregung um Millionenboni der AIG

  • -Aktualisiert am

Name „AIG” am Bürohochhaus entfernt, um öffentliche Angriffe zu vermeiden Bild: AFP

Der amerikanische Versicherer sorgt abermals mit Bonuszahlungen in dreistelliger Millionenhöhe für Aufruhr. Dabei konnte AIG nur mit staatlichen Hilfen von mehr als 180 Milliarden Dollar vor dem Kollaps bewahrt werden.

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          Der staatlich gestützte amerikanische Versicherer AIG sorgt abermals mit Bonuszahlungen in dreistelliger Millionenhöhe für Aufruhr. AIG hatte für Mittwoch die Überweisung von vertraglich garantierten 100 Millionen Dollar an Angestellte der Sparte Finanzprodukte vorgesehen. Zuvor hatten das Unternehmen und die Angestellten in Absprache mit dem amerikanischen Finanzministerium einer Reduzierung der Boni um 20 Millionen Dollar zugestimmt. Es ist allerdings unklar, ob AIG nicht noch weitere Boni zahlen wird. Ursprünglich war laut den Ende 2007 geschlossenen Arbeitsverträgen eine Bonussumme von 198 Millionen Dollar fällig.

          Norbert Kuls

          Freier Autor in der Wirtschaft.

          Die Sparte Finanzprodukte ist berühmt-berüchtigt, da die unkontrollierten Risiken dieses Geschäftsbereichs hauptsächlich für die Schieflage des Konzerns verantwortlich waren, der ab September 2008 nur mit staatlichen Hilfen von mehr als 180 Milliarden Dollar vor dem Kollaps bewahrt werden konnte. Kenneth Feinberg, der Sonderbeauftragte des Finanzministeriums für Gehaltsfragen bei staatlich gestützten Unternehmen, bezeichnete die Boni zwar als „skandalös“, aber als rechtlich bindend. Nach Angaben des Finanzministeriums fallen die fraglichen Arbeitsverträge nicht in die Zuständigkeit von Feinberg. Die Boni wurden 2007 garantiert, um die damals 400 Mitarbeiter der Sparte vom Wechsel zu anderen Unternehmen abzuhalten. Mittlerweile sind nur noch rund 200 Leute in diesem Bereich beschäftigt. Aber auch bereits entlassene Mitarbeiter haben offenbar noch rechtlichen Anspruch auf die vereinbarten Halteprämien.

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