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Sportartikelhersteller : Björn Gulden wird neuer Chef bei Puma

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Der Sportartikelhersteller Puma hat einen neuen Chef Bild: dpa

Björn Gulden, Chef des dänischen Modeschmuckherstellers Pandora, übernimmt überraschend die Führung beim Sportartikelhersteller Puma. Er tritt die Nachfolge von Franz Koch an.

          Der frühere Profifußballer Björn Gulden soll Puma aus der Krise führen. Der Sportartikelhersteller holt den 47-jährigen Chef des dänischen Modeschmuckherstellers Pandora überraschend an die Firmenspitze, nachdem Gulden noch im Februar einen Wechsel zu Puma bestritten hatte. Der Norweger werde zum 1. Juli Vorsitzender der Geschäftsführung, teilte die Tochter des französischen Luxusgüterkonzerns PPR nach monatelanger langer Chefsuche am Donnerstag mit. Gulden tritt die Nachfolge von Franz Koch an, der auf Druck des französischen Mutterkonzerns Ende März gehen musste.

          Der Sportartikelhersteller kämpft mit Gewinnrückgängen und steckt mitten im größten Konzernumbau seit 20 Jahren. Damit ist Puma das Sorgenkind des französischen Konzerns, der sich im Juni den neuen Namen „Kering“ geben will und zu dem auch Marken wie Gucci, Bottega Veneta und Saint Laurent gehören. Gulden sei der richtige Mann, um Puma durch das Restrukturierungs- und Transformationsprogramm zu führen, erklärte Verwaltungsratschef Jean-Francois Palus.

          Gulden will die Produktpalette zweigleisig weiterführen: „Puma hat sowohl im Sport- als auch im Lifestylebereich ein enormes Potential“, sagte er. Die Puma-Aktie reagierte kaum auf die Nachricht: Mit einem Plus von 0,4 Prozent stieg der Kurs zu Handelsbeginn kaum stärker als der gesamte Nebenwerteindex MDax. Der Norweger, der neben seiner Muttersprache auch Deutsch und Englisch spricht, kennt die fränkische Heimat von Puma bereits: Er spielte in den 80er Jahren beim damaligen Zweitligaverein 1. FC Nürnberg und war später Manager beim Puma-Erzrivalen Adidas.

          Beide Sportartikelhersteller, die aus verfeindeten Stämmen derselben Familie hervorgegangen sind, haben ihren Sitz in Herzogenaurach. Im Geschäft mit Outdoor-Artikeln sammelte Gulden beim Hersteller Helly Hansen Erfahrung. In seiner fast 20-jährigen Managementkarriere arbeitete Gulden mehr als zehn Jahre als Geschäftsführer bei Europas größtem Schuheinzelhändler Deichmann.

          Danach wechselte er Anfang 2012 als Chef zum Modeschmuckhersteller Pandora, den er nun bereits nach anderthalb Jahren wieder verlässt. Als im Februar ein Bericht des „manager magazin“ über einen Wechsel Guldens zu Puma für Wirbel sorgte, dementierte der Manager umgehend: „Ich bin froh und stolz, Chef von Pandora zu sein. Ich denke, das ist alles, was ich dazu zu sagen habe“, sagte er öffentlich. Auf die Frage, ob Berichte über einen Wechsel an die Spitze von Puma unwahr seien, antwortete er: „Ja.“

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