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Sportartikel : Adidas und das Reebok-Geschäft

  • Aktualisiert am

Über die Hälfte aller Adidas-Schuhe werden in Asien produziert Bild: ddp

Gerade erst hat Puma eine lahme Bilanz vorgelegt. Jetzt zieht Adidas nach. Der Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach hat im ersten Quartal weniger verdient als vor Jahresfrist. Die schwache amerikanische Tochter Reebok muss mühsam in den Konzern eingebunden werden. Das klappt allerdings zunehmend besser.

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          Der Sportartikelhersteller Adidas hat im ersten Quartal 2007 wegen einer neuen Werbekampagne weniger verdient als vor Jahresfrist. Das Betriebsergebnis sei um acht Prozent auf 229 Millionen Euro zurückgegangen, teilte der Herzogenauracher Konzern am Dienstag mit. Das Nettoergebnis lag mit 128 Millionen Euro elf Prozent unter dem Wert des Vorjahreszeitraums. Der Konzernumsatz dagegen legte währungsbereinigt um neun Prozent - unbereinigt um drei Prozent - auf 2,538 Milliarden Euro zu. Von Reuters befragte Analysten hatten bei einem Umsatz von 2,516 Milliarden Euro einen Überschuss von 127 Millionen Euro prognostiziert.

          Die US-Marke wies per Ende März zum ersten Mal seit ihrer Zugehörigkeit zum Adidas-Konzern (seit Februar 2006) ein Plus beim Auftragsbestand aus. Währungsbereinigt betrug der Zuwachs drei Prozent. Unbereinigt ergab sich allerdings ein Rückgang von drei Prozent. „Der Zusammenschluss mit Reebok fängt nun an, sich bezahlt zu machen, und wir konnten bereits die ersten Umsatz- und Kostensynergien realisieren“, erklärte Adidas-Chef Herbert Hainer. Es gebe allerdings nach wie vor viel bei der US-Marke zu tun, räumte er ein.

          Keine sportlichen Großereignisse

          Der Konzern insgesamt befinde sich auf dem besten Weg, 2007 - auch ohne sportliche Großereignisse - eine kräftige Umsatz- und Gewinnsteigerung zu erzielen, sagte Hainer. Adidas bekräftigte die Prognosen, wonach der Umsatz im mittleren einstelligen Prozentbereich steigen soll. Der Nettogewinn soll um 15 Prozent zulegen.

          Zu Spekulationen über ein Interesse des Finanzinvestors Apax an dem Sportartikelhersteller gibt sich Adidas bedeckt. “Wir kommentieren keine Marktgerüchte“, sagte Vorstandsvorsitzender Herbert Hainer am Dienstag während einer Telefonkonferenz nach Vorlage des Erstquartalsberichtes. Hainer wich der Frage aus, ob Apax bereits an das adidas-Management herangetreten sei. “Der wirtschaftliche Erfolg macht adidas für Investoren interessant“, sagte der Adidas-Vorstandsvorsitzende lediglich.

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