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F.A.Z. exklusiv : Spitzelvorwürfe gegen H&M „bedenklich und gravierend“

Der Modekonzern ist auf der ganzen Welt vertreten. Bild: Bloomberg

Chefs haben Privates von H&M-Mitarbeitern gespeichert: Die zuständige Datenschutzbehörde will den Vorfall im Kundencenter unverzüglich prüfen.

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          Nach Bekanntwerden eines potentiell groben Datenschutzverstoßes und von Spitzelvorwürfen beim Modekonzern H&M ergreift die Datenschutzbehörde dringliche Schritte. „Was in der Berichterstattung der F.A.Z. bisher darüber zu lesen war, klingt bedenklich und gravierend“, sagte auf Anfrage Johannes Caspar, der Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit in Hamburg, wo die deutsche Tochtergesellschaft des schwedischen Konzerns sitzt. „Wir werden unverzüglich für eine Überprüfung auf H&M zugehen. Wir wollen wissen, was und warum von den Mitarbeitern aufgezeichnet worden ist. Wir möchten die Tragweite des Ganzen erfahren.“

          Klaus Max Smolka

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Wie berichtet, war vorige Woche im H&M-Kundenzentrum für Deutschland und Österreich in Nürnberg ein Dateneklat aufgeflogen. In Mails, welche der F.A.Z. vorliegen, räumte das Management selbst ein: Führungskräfte hatten Notizen aus Gesprächen mit Mitarbeitern gemacht und darin Informationen zu Gesundheit und anderen persönlichen Umständen festgehalten.

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