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Sparkassen-Fusion : Überhebt sich die Helaba an der Nord LB?

Sechs Kaufinteressenten prüfen gerade die Risiken der Nord LB in Hannover. Bild: dpa/dpaweb

In Niedersachsen gibt es Zweifel, dass die Hessen die Schwierigkeiten der Norddeutschen alleine lösen können. Doch eine Super-Landesbank steht vor großen Hürden.

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          Im Bieterkampf um eine Beteiligung an der Norddeutschen Landesbank (NordLB) ist die Helaba aus Frankfurt eine Art Speerspitze des öffentlich-rechtlichen Finanzsektors. Neben fünf privaten Interessenten ist sie die einzige Landesbank, die ein unverbindliches Angebot vorgelegt hat und derzeit die Risiken in einem für den Verkaufsprozess eingerichteten Datenraum prüft. Darüber hinaus wird eine Großfusion der Sparkassen-Spitzeninstitute diskutiert, in der nach einem Zusammenschluss von Helaba und Nord LB weitere Institute wie Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), Deka oder Berlin Hyp andocken könnten.

          Christian Müßgens
          Wirtschaftskorrespondent in Hamburg.
          Hanno Mußler
          Redakteur in der Wirtschaft.

          In Niedersachsen hält man die ähnlich große Helaba für zu schwach, um allein die Schwierigkeiten der Nord LB zu lösen. Ob aber die große und damit überaus komplexe Lösung gelingt, steht in den Sternen. Zumindest der erste Schritt – eine Minderheitsbeteiligung der Helaba mit Aussicht auf eine spätere Fusion – sollte jedoch gemacht werden, finden die Befürworter im Sparkassensektor. Sie argumentieren mit Kostenvorteilen, die nach einem Zusammenschluss beider Banken gut und gerne eine halbe Milliarde Euro betragen könnten – nicht unwichtig in Zeiten, in denen niedrige Zinsen und hohe Investitionen in die IT drücken.

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