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Sparkassen-Check : Kunden verlieren mit Deka-Fonds Geld

Die Deka hat in diesem Jahr bislang mehr verdient als letztes Jahr. Bild: dpa

Das Wertpapierhaus der Sparkassen steigert seine Gebühreneinnahmen kräftig. Auch wegen einer stärkeren Vertriebsmannschaft.

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          Die Dekabank hat in diesem Jahr bis Ende September Vermögen ihrer Kunden vernichtet. Das Wertpapierhaus der Sparkassen verdient selbst in diesem Jahr allerdings prächtig. „Es gibt eine gute Chance, dass wir unser Vorjahresergebnis von 541 Millionen Euro leicht übertreffen“, sagte der Vorstandsvorsitzende Michael Rüdiger.

          Hanno Mußler

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die Sparkassen sind in diesem Jahr die große Stütze der Deka. Sie verkauften in den ersten neun Monaten für 6,3 Milliarden Euro Deka-Fonds und für 1,7 Milliarden Euro Zertifikate, ein Anstieg von 3 Milliarden Euro vor einem Jahr auf nun 5 Milliarden Euro. Weil zudem institutionelle Kunden wie mittelständische Versicherer weitere 7 Milliarden Euro in Deka-Fonds investierten, betrug die Netto-Vertriebsleistung bis Ende September 15 Milliarden Euro und damit deutliche 76 Prozent mehr als im Vorjahr.

          Doch das insgesamt verwaltete Vermögen der Deka nahm weniger stark zu um lediglich 11,4 Milliarden auf 231,8 Milliarden Euro zu. Der Vorstandsvorsitzende Michael Rüdiger begründete die negative Vermögenswertentwicklung in diesem Jahr mit den Marktverwerfungen im August und September. Rüdiger weist indes auch darauf hin, dass das verwaltete Vermögen in den vergangenen zwei Jahren um 25 Prozent gestiegen sei und die Kundenvermögen dank der Kurserholung an den Finanzmärkten seit Ende September wieder zugelegt hätten. Die Deka habe inzwischen einen Marktanteil bei Investmentzertifikaten von 6 Prozent.

          Stärker als gedacht brach bei der Deka der Zinsüberschuss in den vergangenen neun Monaten um 44 Prozent ein. Denn Kunden, denen die Deka in den Jahren nach 2009 Geld zu hohen Margen geliehen hatte, tilgten diese Kredite verstärkt, so dass die Kreditbücher der Bank trotz lebhaften Neugeschäftes unerwünscht deutlich schrumpften. Die Deka selbst dagegen musste sich wegen der höheren aufsichtsrechtlichen Eigenkapitalanforderungen Ergänzungskapital leihen und dafür einen Zinskupon von 6 Prozent bieten. Finanzvorstand Matthias Danne hält wegen dieser andauernden Belastungen für wahrscheinlich, dass sich der Jahresgewinn der Deka ab 2015 niedriger auf rund 500 Millionen Euro einpendeln wird. Um die erst in diesem Jahr erhöhte Dividende müssten sich die Sparkassen aber keine Sorgen machen, sagte Danne.

          Die Deka hat für den Verkauf von Fonds und Zertifikaten in den Sparkassen ihre Vertriebsmannschaft um 180 auf 215 Mitarbeiter erhöht. Damit soll der Provisionsüberschuss, die wichtigste Ertragsquelle des Wertpapierhauses, gestärkt werden. Dies ist in den ersten neun Monaten diesen Jahres vor allem wegen der mehr verkaufen Fonds gelungen: Die Gebühreneinnahmen für Wertpapierfonds stiegen von 474 auf 531 Millionen und für Immobilienfonds von 136 auf 142 Millionen Euro. Der Provisionsüberschuss wuchs insgesamt um 88 Millionen auf 807 Millionen Euro.

          Obwohl der Zinsüberschuss für die Deka von geringer Bedeutung ist, fiel sein Rückgang um 111 Millionen auf 143 Millionen Euro allerdings stärker auf das Ergebnis durch. Finanzvorstand Danne erwartet, dass das Wachstum des Provisionsüberschusses auch in den kommenden Jahren den Rückgang des Zinsüberschusses nicht ausgleichen wird.

          Doch in diesem Jahr musste die Deka wegen der guten Konjunktur für faule Kredite bisher nur mit 16 Millionen Euro und damit nur mit einem Drittel des Geplanten vorsorgen. Auch deshalb betrug das wirtschaftliche Ergebnis nach neun Monaten 465 Millionen Euro, ein kleines Plus von 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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