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Nach der Insolvenz : Solarworld-Chef übernimmt Produktionsstätten

  • Aktualisiert am

Frank Asbeck während eines Solarworld-Aktionärstreffens in Bonn vor vier Jahren. Bild: Reuters

Solarworld ist insolvent. Für Teile des Unternehmens geht es nun aber unter dem langjährigen Chef weiter.

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          Solarworld-Gründer Frank Asbeck will mit Partnern die Fabriken des insolventen Solarkonzerns in Thüringen und Sachsen übernehmen. Insolvenzverwalter Horst Piepenburg teilte an diesem Dienstag mit, er habe mit der Solarworld Industries GmbH einen entsprechenden Kaufvertrag geschlossen.

          Die Firma werde vertreten durch Asbeck und andere Gesellschafter, sagte er. Über die weiteren Gesellschafter schwieg der Sanierungsexperte sich indes aus. Zuvor berichtete der Finanzdienst Reuters, dass die Qatar Foundation dahinter stecke und bezog sich auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person.

          Entscheidung am Freitag

          Der Investor aus Qatar hatte die vorherige Rettung des Bonner Unternehmens im Jahr 2013 zusammen mit Firmengründer Asbeck finanziert und hält seither über Qatar Solar rund 29 Prozent an Solarworld. Die Araber wollten mit dem Schritt ihr Engagement in der deutschen Solarbranche absichern, hieß es. Solarworld und Qatar Solar sind gemeinsam auch an dem auf die Solarbranche spezialisierten Maschinenbauer Centrotherm beteiligt.

          Die Übernahme der Werke in Arnstadt und Freiberg müsse allerdings noch am Freitag auf einer außerordentlichen Gläubigerversammlung abgesegnet werden, sagte Piepenburg. Für den Fall müsse dann niemand in die Arbeitslosigkeit entlassen werden. 475 Mitarbeiter der Produktionsstätten würden in der Nachfolgegesellschaft beschäftigt werden, die übrigen 1200 des insolventen Konzerns hätten das Angebot, in eine Transfergesellschaft überzugehen.

          Zum Kaufpreis machte Piepenburg keine Angaben. Er bestehe im Wesentlichen in der Ablösung von Verbindlichkeiten. Er betonte, die Solarworld-Aktionäre erhielten aus den Erlösen des Verkaufsprozesses keine Ausschüttungen.

          Nach sechs Verlustjahren hatte das einstige Aushängeschild der deutschen Solarindustrie Anfang Mai Insolvenz angemeldet. Die Mitarbeiter am Firmensitz in Bonn wurden bereits zum 1. August freigestellt.

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