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Auch in Deutschland : Solartechniker SMA streicht Hunderte Stellen

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onne und Wolken spiegeln sich im Logo an der Fassade eines Fertigungsgebäudes des Solartechnikherstellers SMA Solar. Bild: dpa

Der deutsche Solartechnikkonzern SMA muss zehn Prozent seiner Belegschaft gehen lassen – 100 Stellen fallen allein in Deutschland weg. Standorte in China werden ganz aufgegeben.

          Der wegen des Preisverfalls unter Druck geratene Solartechnikkonzern SMA Solar streicht mehr als zehn Prozent seiner insgesamt rund 3300 Stellen und gibt Standorte in China auf. Ziel sei es, durch die Konzentration auf das Kerngeschäft, die Auslagerung und Automatisierung von Tätigkeiten und den Umbau der Strukturen die Fixkosten zu senken, erklärte Firmenchef Jürgen Reinert am Mittwoch. „Der Abbau von weltweit etwa 425 Vollzeitstellen ist dabei leider unumgänglich.“

          Dieser solle bis 2020 sozialverträglich über die Bühne gehen. 100 der 425 Vollzeitstellen fielen in Deutschland weg. In China seien zudem die Aufgabe der Standorte und der Verkauf der chinesischen Gesellschaften an das dortige Management vorgesehen.

          Der Vorstand bekräftigte seine zuletzt zum wiederholten Mal reduzierte Jahresprognose, die einen Umsatz zwischen 760 und 780 Millionen Euro vorsieht und einen operativen Verlust (Ebitda) im mittleren bis oberen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Für 2019 strebt SMA Umsatzzuwächse und die Rückkehr in die Gewinnzone an.

          Der Wechselrichter-Produzent hat 2018 bereits mehrfach seine Jahresziele reduziert. Ursprünglich peilte der Vorstand einen Umsatz von 900 Millionen bis eine Milliarde Euro an und ein Ebitda von 90 bis 100 Millionen Euro. Nach dem Markteinbruch in China drängten aber die dortigen Produzenten auf die internationalen Märkte und sorgten damit für einen verschärften Preiskampf und Projektverschiebungen. 

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