https://www.faz.net/-gqe-854ny

Software-Konzern : Microsoft gibt Großteil der Online-Werbung an AOL ab

  • Aktualisiert am

Satya Nadella Bild: AFP

Microsoft wirft Ballast ab: Konzernchef Satya Nadella dünnt bei der Neuausrichtung das Geschäft mit Online-Werbung und die Karten-Entwicklung aus. Laut Medienberichten sollen rund 1300 Mitarbeiter den Arbeitgeber wechseln.

          1 Min.

          Microsoft gibt den Großteil seines Geschäfts mit Online-Werbung an den Internet-Konzern AOL ab. Dieser werde für Microsoft künftig in neun Ländern das Geschäft mit Banner-Werbung sowie Video-Anzeigen und Werbung auf mobilen Geräten verwalten und verkaufen, erklärten die Unternehmen nach amerikanischem Börsenschluss am Montag. Dazu gehören wichtige Märkte wie die Vereinigten Staaten, Großbritannien oder Deutschland. Im Gegenzug wird Microsofts Suchmaschine Bing für zehn Jahre bei AOL eingesetzt.

          Während Microsoft damit das Werbegeschäft bis auf Anzeigen in seiner Suchmaschine aufgibt, gewinnt AOL mehr Gewicht im Wettbewerb mit Rivalen wie Google, Yahoo oder Facebook. Der Internet-Konzern wurde gerade vom Telekom-Riesen Verizon übernommen. Nach Informationen des Finanzdienstes Bloomberg und des „Wall Street Journal“ sollen auch rund 1200 Microsoft-Mitarbeiter zu AOL wechseln.

          Zugleich profitiert der umstrittene Fahrdienst-Vermittler Uber davon, dass Microsoft aus der Datenerfassung für eigene digitale Karten aussteigt. Das Startup bekommt ausgewählte Technologie, ein Rechenzentrum sowie Kameras und einige Patente, wie Microsoft unter anderem dem „Wall Street Journal“ und dem Technologieblog „Recode“ bestätigte. Die Daten für Microsofts Bing Maps sollen künftig von Partnern kommen und bei dem Konzern zu einem fertigen Produkt verbunden werden. Den Berichten zufolge sollen rund 100 Mitarbeiter zu Uber wechseln.

          Uber wurden bereits Ambitionen nachgesagt, den Kartendienst von Nokia zu kaufen, an dem auch die deutschen Autobauer Audi, Daimler und BMW interessiert sein sollen. Nokia ist seit einigen Jahren ein wichtiger Datenlieferant für Microsofts Kartendienste.

          Uber braucht Karten zur Abrechnung der Fahrten über Smartphones. Zudem forscht die Firma an selbstfahrenden Fahrzeugen, diese sind auf hochpräzise Karten angewiesen.

          Weitere Themen

          Die Krise nach der Krise

          Psychische Erkrankungen : Die Krise nach der Krise

          Depressionen, Angststörungen, Suchterkrankungen – viele Menschen leiden psychisch stark unter der Corona-Pandemie. Doch Therapieplätze sind knapp. Ärzte und Therapeuten befürchten: Das Schlimmste kommt erst noch.

          Kleines Erdbeben bei den Managern

          Chemie- und Pharmaindustrie : Kleines Erdbeben bei den Managern

          Der Führungskräfteverband VAA vertritt in Deutschlands drittgrößter Industrie die Akademiker und Führungskräfte. Sein Vorsitzender ist überraschend abgewählt – indirekt eine Folge von Corona.

          Topmeldungen

          Viele Menschen warten in der Corona-Krise zu lange, bis sie sich Hilfe suchen.

          Psychische Erkrankungen : Die Krise nach der Krise

          Depressionen, Angststörungen, Suchterkrankungen – viele Menschen leiden psychisch stark unter der Corona-Pandemie. Doch Therapieplätze sind knapp. Ärzte und Therapeuten befürchten: Das Schlimmste kommt erst noch.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.