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Software-Branche : Gewinnsprung für Oracle

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Der Softwarekonzern Oracle steigert seine Umsätze Bild: picture-alliance/ dpa

Oracle hat im vergangenen Quartal so viel Software verkaufen können, dass ein satter Gewinnsprung dabei herauskam, mit dem Oracle alle Erwartungen übertraf. Der SAP-Konkurrent ist weiter optimistisch. Die Finanzkrise jedenfalls könne dem Unternehmen wenig anhaben, hieß es.

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          Der Softwarekonzern Oracle ist mit einem Gewinnsprung in sein neues Geschäftsjahr 2008/09 gestartet. Mit dem nach Börsenschluss vorgelegten Ergebnis übertraf das Unternehmen die Markterwartungen. Zwischen Juni und August, dem traditionell schwächsten Jahresabschnitt für Softwarekonzerne, profitierte Oracle vor allem von einem starken Zuwachs im Geschäft mit Softwareverkäufen. „Es ist ein Geschäft mit extrem hohen Margen, das weiter gesund wächst“, sagte Oracle-Chef Larry Ellison. Insgesamt erlöste Oracle mit Software 4,2 Milliarden Dollar, ein Plus von 20 Prozent.

          Die in Kalifornien ansässige Oracle Corporation verzeichnete einen Nettogewinnzuwachs um 28 Prozent auf 1,08 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Zuwachs von 21 Cent pro Aktie. Bereinigt um Sondereffekte legte der Gewinn je Aktie damit auf 29 Cent zu.

          Oracle erwartet einen Umsatzzuwachs von 12 bis 15 Prozent für das laufende Quartal

          Die Einnahmen stiegen um 18 Prozent auf 5,33 Milliarden Dollar. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten hatten mit Einnahmen von 5,42 Milliarden Dollar sowie einem Ergebnis je Aktie von 27 Cent gerechnet.

          Die vorgelegten Zahlen wurden am Markt positiv aufgefasst und als Zeichen dafür gewertet, dass die Bedingungen auf dem Software-Markt weniger schlecht als befürchtet sind. Dementsprechend profitierte die Oracle-Aktie im nachbörslichen amerikanischen Geschäft: Bis 19.57 Uhr Ortszeit legte der Anteil 6,4 Prozent auf 19,95 Dollar zu.

          Für das zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2008/09 erwartet Oracle, basierend auf der Annahme konstanter Wechselkurse, einen Umsatzzuwachs um 12 bis 15 Prozent. Das Ergebnis je Aktie sieht das Softwareunternehmen auf GAAP-Basis bei 26 bis 27 Cent. Auf Non-GAAP-Basis visiert Oracle einen Gewinn von 35 bis 36 Cent an.

          Für das laufende Quartal zeigte sich die Unternehmensführung optimistisch. Die Bankenkrise werde keinen wesentlichen Einfluss auf das Unternehmen haben, sagte Finanzchefin Safra Katz. Nur ein geringer Prozentsatz der Kunden sei in der Finanzindustrie tätig, ein noch geringerer Teil davon komme aus den Vereinigten Staaten. Der Umsatz wird nach Unternehmensangaben um 12 bis 15 Prozent zulegen, beim Verkauf neuer Software-Lizenzen erwarte man ein Plus von 5 bis 15 Prozent - jeweils konstante Wechselkurse vorausgesetzt.

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