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Société-Générale-Händler : Kerviel wieder auf freien Fuß

  • Aktualisiert am

Saß seit Anfang Februar in Untersuchungshaft: Jérôme Kerviel Bild: AFP

Der Börsenhändler Jérôme Kerviel wird unter strengen Auflagen aus der Untersuchungshaft entlassen. Das entschied ein französisches Gericht am Morgen. Kerviel soll durch unautorisierte Geschäfte bei der französischen Großbank Société Générale einen Schaden von 4,9 Milliarden Euro verursacht haben.

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          In der Spekulationsaffäre bei der französischen Großbank Societe Generale kommt der verdächtige Börsenhändler Jérôme Kerviel wieder auf freien Fuß. Das entschied ein Pariser Berufungsgericht am Dienstagmorgen, wie eine Sprecherin mitteilte. Kerviel solle noch im Laufe des Tages aus der Untersuchungshaft entlassen werden.

          Es gebe allerdings „extrem strenge Auflagen“. So dürfe Kerviel den Großraum Paris nicht verlassen und auch keine Aktivitäten im Zusammenhang mit den Finanzmärkten betreiben. Kerviel müsse sich zudem einmal wöchentlich bei der Polizei melden.

          Der 31-Jährige hat dem Bankhaus mit ungesicherten Spekulationen auf den Deutschen Aktienindex Dax und andere Indizes einen Schaden von 4,9 Milliarden Euro beschert. Die Bank geht davon aus, dass Kerviel allein handelte. Der Händler saß seit 8. Februar wegen des Verdachts der Urkundenfälschung und Untreue in Untersuchungshaft. Ihm droht eine Haftstrafe von bis zu sieben Jahren sowie eine Geldstrafe von bis zu 750.000 Euro.

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