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Branche in der Krise : Das tiefe Tal der Autozulieferer

Die Zukunft fährt elektrisch: Autozulieferer, die wie Schaeffler von der Mechanik leben, müssen ihr Geschäftsmodell transformieren. Bild: Bloomberg

Von Schaeffler bis Bosch: Die schwache Autokonjunktur schlägt durch. Und die Elektromobilität verschärft die Lage. Die gesamte Branche scheint zu leiden – bis auf einen großen Autohersteller.

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          Die schlechten Nachrichten kommen Schlag auf Schlag. Ein Autozulieferer nach dem anderen korrigiert seine Pläne nach unten, weil sich die Branchenkonjunktur schlechter entwickelt als erwartet. Die Angst vor weiteren Handelshemmnissen und ein drohender Brexit sorgen die gesamte Branche. Vor allem China, der mittlerweile wichtigste Automarkt der Welt, ist kein verlässlicher Abnehmer mehr.

          Henning Peitsmeier

          Wirtschaftskorrespondent in München.

          Susanne Preuß

          Wirtschaftskorrespondentin in Stuttgart.

          In dieser Situation lässt es aufhorchen, wenn Bernd Osterloh, der mächtige Gesamtbetriebsratsvorsitzende von Volkswagen, den Horizont etwas weiter zieht und davor warnt, dass die aktuelle Lage nicht einfach nur ein Zacken im üblichen konjunkturellen Auf und Ab ist. Die Klimaschutzpolitik der Bundesregierung gefährde den Industriestandort Deutschland, sagte Osterloh kürzlich der F.A.Z. Verbrennungsmotoren würden zu schnell abgeschafft, während die Politik den Aufbau einer Ladeinfrastruktur für Elektroautos vernachlässigt habe: „Selbst die Großen wie Bosch, Continental oder Schaeffler haben Probleme, bei den kleinen Zulieferern sieht es teilweise dramatisch aus“, sagte er und warnte, dass „wir in Deutschland bald Landstriche haben, in denen Unternehmen schließen und Arbeitsplätze verlorengehen.“

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