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Das Wetter im Blick: BASF-Meteorologe Max Bangert Bild: BASF

Klimawandel : „Wir haben bei   BASF ein Frühwarnsystem  etabliert“

Hitzeperioden, Niedrigwasser, Starkregen – damit müssen wir in Zukunft verstärkt rechnen, sagt BASF-Meteorologe Max Bangert. Er muss beurteilen, wie der größte Chemiestandort der Welt auf den Klimawandel reagieren soll.

          5 Min.

          Herr Bangert, haben die Sintfluten in der Eifel die Industrie aufgeschreckt? Oder warum beschäftigt der weltgrößte Chemiekonzern BASF an seinem Stammsitz einen promovierten Meteorologen wie Sie?

          Bernd Freytag
          Wirtschaftskorrespondent Rhein-Neckar-Saar mit Sitz in Mainz.

          Sie würden sich wundern, der Konzern beschäftigt schon seit Ende der Siebzigerjahre einen Meteorologen für den Stammsitz. Als damals die Umweltgesetzgebung auf den Weg gebracht wurde, musste jemand die Umwelt und nicht zuletzt die Luftqualität am Standort überwachen. Das gehört bis heute zu meinen Aufgaben.

          Was machen Sie genau?

          Vereinfacht ausgedrückt beurteile und überwache ich, wie sich die Emissionen der Produktion auf die Umgebung auswirken. Abhängig von der Höhe eines Kamins beispielsweise und den vorherrschenden Wetterbedingungen am Standort, etwa den Windrichtungen. Wir erstellen dafür sogenannte Ausbreitungsrechnungen. Wir prüfen also, wie sich zum Beispiel die Belastung von Feinstaub und Stickoxiden bei Errichtung einer neuen Produktionsanlage verändern werden. Diese Berechnungen fließen dann in die Berechnung von Schornsteinhöhen ein und bilden eine Grundlage für die Genehmigung. Das ist überall in der Industrie so.

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