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A380-Partnerschaft : So möchte Airbus China seinen Riesenflieger andienen

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Was wird aus dem A380? Bild: Reuters

Airbus hat Probleme mit dem A380. Nun schlägt der Konzern Peking wohl einen Deal vor, der es in sich haben könnte.

          Der europäische Flugzeughersteller Airbus probiert, das von ihm entwickelte größte Passagierflugzeug der Welt in Fernost zu retten. Das Unternehmen bietet China eine Industriepartnerschaft im Bezug auf den Airbus A380 an, berichtet die „Financial Times“ und bezieht sich dabei auf Aussagen des Airbus-Managers Fabrice Brégier. Der reist gerade zusammen mit dem französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron nach China und wird demnach dort darüber sprechen.

          Das Angebot lautet demnach: Wenn China A380-Flugzeuge von Airbus bestellt, dann könnten chinesische Unternehmen an der Produktion beteiligt werden. In dem Bericht ist davon die Rede, dass chinesische Zulieferer in einem Fertigungszentrum etwa mitarbeiten könnten, um die Inneneinrichtung zu installieren.

          Airbus schlägt demzufolge außerdem vor, bereits bestehende Produktion im Reich der Mitte auszuweiten. In einer Fertigung in Tianjin könnten künftig fünf statt bisher vier Maschinen des Typs A320 hergestellt werden.

          Airbus hat ein langfristiges Interesse am chinesischen Markt. Luftverkehrsfachleute sagen voraus, dass er im Jahr 2024 der größte der Welt sein und damit die Vereinigten Staaten überholt haben wird. Airbus selbst erwartet, dass das Passagieraufkommen in China um jeweils ungefähr 7 Prozent steigen wird in den kommenden 20 Jahren.

          Auf der anderen Seite hegt Peking selbst große Ambitionen, chinesische Anbieter in diesem Bereich zu einem ernsthaften Konkurrenten der Platzhirsche Airbus und Boeing zu machen. Im vergangenen Mai absolvierte ein chinesisches Passagierflugzeug seinen Jungfernflug. Zugleich gibt es nach wie vor Vorwürfe gegen das Land, Produkte ausländischer Hersteller zu kopieren.

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