https://www.faz.net/-gqe-9nhw8

Zum Jubiläum : Boeing wünscht Airbus „100 Jahre Erfolg“

  • Aktualisiert am

Ein Screenshot aus dem Gratulationsvideo von Boeing Bild: Boeing/Screenshot: FAZ.NET

Sie sind die beiden größten Konkurrenten im Luftraum und liefern sich seit Jahren einen erbitterten Konkurrenzkampf: In einer Videobotschaft anlässlich des 50. Geburtstags von Airbus zeigt sich Boeing jetzt aber überraschend herzlich.

          1 Min.

          „Einen schönen Geburtstag, Airbus!“ – In ungewöhnlich herzlicher Form hat der amerilanische Luftfahrtkonzern Boeing dem europäischen Konkurrenten zum 50. Jahrestag seines Bestehens gratuliert. In einem am Mittwoch im Internetdienst Twitter veröffentlichten Kurzvideo sprachen Boeing-Teams aus aller Welt dem europäischen Konzern ihre Glückwünsche aus. Unter anderem wünschten sie ihm sogar „100 Jahre des Erfolgs“.

          Ansonsten liefern sich Boeing und Airbus seit Jahrzehnten einen erbitterten Konkurrenzkampf, in dem sie alle ihnen zur Verfügung stehenden Mittel nutzen. Sie reichen von großen Marketingkampagnen über intensive Lobbyarbeit bei politischen Entscheidungsträgern bis hin zu juristischen Instrumenten. Seit 15 Jahren liegen die beiden Konzerne im Rechtsstreit vor der Welthandelsorganisation (WTO), in dem sie sich gegenseitig vorwerfen, ungebührlich von staatlichen Subventionen zu profitieren.

          Boeing befindet sich derzeit in einer schweren Krise, seitdem innerhalb von fünf Monaten in Indonesien und Äthiopien zwei Maschinen vom Typ 737 MAX abgestürzt waren. Nach den beiden Unglücken mit insgesamt 346 Todesopfern war ein weltweites Flugverbot für die Maschine verhängt worden.

          Der Chef der Internationalen Luftverkehrsvereinigung IATA rechnet nicht vor August mit der Wiederzulassung der Boeing 737 MAX. In den kommenden „zehn bis zwölf Wochen“ werde die Maschine wohl noch nicht wieder starten, sagte Alexandre de Juniac am Mittwoch in Paris. Die Entscheidung liege in den Händen der Aufsichtsbehörden, betonte der IATA-Chef. Ein Treffen von Behördenvertretern und Vertretern des Herstellers sei „in fünf bis sieben Wochen“ geplant. Airlines drängen auf die Wiederzulassung – die amerikanischen Fluggesellschaften American Airlines und Southwest haben die Maschinen ab August schon wieder eingeplant.

          Weitere Themen

          Trump bläst den Handelskrieg ab

          Einigung in Sicht : Trump bläst den Handelskrieg ab

          Jetzt soll der Kompromiss mit China stehen: Nach monatelangen Streitigkeiten hat Donald Trump laut Medienberichten ein erstes Handelsabkommen mit dem Land abgesegnet.

          Topmeldungen

          Triumphaler Wahlsieg: Boris Johnson am Freitagmorgen in London

          Sieben Antworten zur Wahl : Naht das Ende des Vereinigten Königreichs?

          Boris Johnsons Konservative triumphieren, Labour und die kleinen Parteien haben wenig zu lachen – bis auf schottische Nationalisten und irische Republikaner. Unser Korrespondent beantwortet die wichtigsten Fragen zur britischen Wahl.
          Allein geht es nicht: Der Rapper Kollegah kann sich forsche Töne leisten, weil er einen Beschützer hat.

          Familienclans und Rocker : Die „Rücken“ der Rapper

          Rapper in Deutschland haben oft mit kriminellen Milieus zu tun. Sie lassen sich von Rockern und Clans beschützen. Wenn die Hintermänner streiten, wird es gefährlich. Ein Einblick in die Welt von Kollegah, Capital Bra und Bushido.

          EU-Gipfel in Brüssel : Polen stellt sich quer

          Der EU-Gipfel sagt zu, die EU bis 2050 zum ersten klimaneutralen Kontinent zu machen – ausgenommen Polen. Warschau blockiert so das erhoffte Signal zum Ende der Klimakonferenz in Madrid.
          Sollen am Checkpoint Charlie die Brandwände sichtbar bleiben, als Erinnerung an die Teilung Berlins? Oder soll man hier Hochhäuser bauen und die Erinnerung einem unterirdischen Museum überlassen?

          Dauerbaustelle Berlin : Unter dem Pflaster liegt der Filz

          Der Skandal um die Bauakademie und weitere Berliner Symbolprojekte zeigen, dass die Kulturpolitik ein Kungelei- und Kompetenzproblem hat. Wird man wenigstens im Streit um den Checkpoint Charlie eine gute Lösung finden?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.