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Smartphone-Markt : Apple enttäuscht Anleger trotz Rekordzahlen

  • Aktualisiert am

Galaxy S4 und iPhone 5: Die Flaggschiff-Smartphones von Samsung und Apple Bild: REUTERS

Die Marktführer Apple und Samsung verkaufen so viele Smartphones wie noch nie, aber die Gewinne wachsen nicht mit. Kleinere Konkurrenten aus China und Südkorea können Boden gutmachen.

          Apple hat mit seinem iPhone-Absatz und dem Umsatzausblick auf das laufende Quartal die Börse enttäuscht. Der Konzern gab am Montag nach Börsenschluss bekannt, im ersten Quartal zwar mit 51 Millionen iPhones einen Absatzrekord erzielt zu haben. Analysten hatten jedoch erwartet, dass Apple im wichtigen Weihnachtsgeschäft die Marke von 55 Millionen knacken würde. Die Aktie verlor nachbörslich sechs Prozent.

          Zudem trieb der Ausblick des Technologiekonzerns für das laufende Quartal den Investoren Sorgenfalten ins Gesicht. Apple erwartet einen Umsatz von 42 bis 44 Milliarden Dollar. Analysten hatten bislang mit 46 Milliarden Dollar kalkuliert. „Das März-Quartal ist wegen der Allianz mit China Mobile besonders wichtig. Die unerwartet niedrige Umsatzprognose ist ein beunruhigendes Zeichen“, sagte Analyst Brian Colello von Morningstar. Seit Mitte Januar verkauft Apple seine Produkte auch beim größten Mobilfunk-Anbieter der Volksrepublik, China Mobile. Dies sollte für frischen Wind sorgen.

          Apple braucht neue Produkte

          Trotz der Kooperation mit China Mobile benötigt Apple langfristig auch Impulse durch neue Angebote. Wohl auch deswegen reißen die Gerüchte über die Einführung einer computerbasierten Armbanduhr, eines Apple-Fernsehers oder eines iPhones mit größerem Bildschirm nicht ab.

          Mit 26 Millionen verkauften iPads erfüllte Apple im abgelaufenen Quartal die Markterwartungen. Ein Jahr zuvor hatte Apple 22,9 Millionen der Tablet-Computer losgeschlagen. Der Absatz der Mac-Computer stieg von 4,1 auf 4,8 Millionen. Der Umsatz stieg Apple zufolge insgesamt auf 57,6 Milliarden Dollar von 54,5 Milliarden vor Jahresfrist. Der Nettogewinn blieb trotz Verkaufsrekorden mit 13,1 Milliarden Dollar stabil.

          Investoren melden Ansprüche an

          Für Apple gibt es einige Unwägbarkeiten. So versucht der aggressive Finanzinvestor Carl Icahn Einfluss zu nehmen und fordert, deutlich mehr Geld aus den gigantischen Barmittel-Reserven an die Aktionäre weiterzureichen. Um sich noch mehr Gehör zu verschaffen, stockt der 77-Jährige seit Monaten regelmäßig seinen Apple-Anteil auf.

          Zugleich rückt dem kalifornischen Konzern auch der Smartphone-Weltmarktführer Samsung nicht vom Leib. Allerdings durchlaufen die Südkoreaner eine kleine Schwächephase und verzeichneten im Weihnachtsgeschäft erstmals seit zwei Jahren einen Gewinnrückgang.

          Rekordverkäufe auch bei Samsung

          Das südkoreanische Unternehmen stellte im vierten Quartal 2013 mit 86 Millionen verkauften Smartphones einen neuen Rekord auf und baute seinen Vorsprung vor Apple aus. Das zeigen am Dienstag veröffentlichte Daten der Firma Strategy Analytics. Seine Führungsposition auf dem globalen Smartphone-Markt konnte Samsung demnach mit einem Anteil von 29,6 Prozent ausbauen. Apple kam auf 17,6 Prozent.

          Beide sahen sich den Daten zufolge aber mit einem starken Zuwachs bei den chinesischen Anbietern Huawei Technologies und Lenovo Group konfrontiert. Huawei verkaufte den Angaben zufolge 16,6 Millionen Smartphones im letzten Quartal 2013 und Lenovo 13,6 Millionen. Der Marktanteil der Chinesen beträgt 5,7 beziehungsweise 4,7 Prozent.

          Herausforderer holen auf

          Den beiden Marktführern erwachse eine ernstzunehmende Konkurrenz von kleineren Marken, sagte die Analystin Linda Sui von Strategy Analytics. Der Smartphone-Absatz von Huawei, LG Electronics und Lenovo sei doppelt so schnell gewachsen wie der Durchschnitt der Branche. „Samsung und Apple werden hart kämpfen müssen, um diese und andere hungrige Herausforderer 2014 auf Abstand zu halten.“

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