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Slowenien : Fraport übernimmt Flughafen Ljubljana

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Mit dem Kauf des Aerodrom Ljubljana weitet der Flughafenbetreiber Fraport sein Auslandsgeschäft aus. Bild: Lisowski, Philip

Für 177,1 Millionen Euro kauft Fraport gut drei Viertel des börsennotierten Flughafens der slowenischen Hauptstadt Ljubljana. Den übrigen Aktionären soll zudem ein Angebot unterbreitet werden, um den ganzen Flughafen übernehmen zu können.

          Der Flughafenbetreiber Fraport kauft die Mehrheit am Flughafen der slowenischen Hauptstadt Ljubljana. Fraport übernimmt für 177,1 Millionen Euro von der slowenischen Staatsholding 75,5 Prozent der Anteile am Aerodrom Ljubljana, wie der Betreiber des Frankfurter Flughafens am Freitag mitteilte. Fraport konnte sich gegen den französischen Baukonzern Vinci durchsetzen, der ebenfalls an dem Flughafen interessiert war. Fraport hatte nach Angaben der slowenischen Staatsholding das höchste Angebot vorgelegt.

          Der MDax-Konzern bemüht sich seit Jahren, sein Auslandsgeschäft auszubauen, war aber zuletzt bei Ausschreibungen in Brasilien und Istanbul leer ausgegangen. Der jetzige Erfolg kam an der Börse gut an: Die Fraport-Aktie gewann 1,7 Prozent auf 53 Euro und gehörte damit zu den größten Gewinnern im Nebenwerteindex.

          Im Zuge der Privatisierung will Fraport den Flughafen vollständig übernehmen. Den verbleibenden Aktionären des börsennotierten Airports soll daher ein Übernahmeangebot für ihre Anteile unterbreitet werden. Aerodrom Ljubljana ist der größte Flughafen Sloweniens. Er begrüßte im vergangenen Jahr rund 1,3 Millionen Fluggäste und setzte etwa 31 Millionen Euro um. Der Gewinn lag bei 5,2 Millionen Euro. Der Flughafen ist zudem schuldenfrei.

          Fraport will den Zukauf aus seinen Finanzmitteln begleichen. Fraport ist bereits an mehreren Airports im Ausland beteiligt, etwa in der peruanischen Hauptstadt Lima, dem russischen St. Petersburg oder dem türkischen Antalya.

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