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Ski-Tourismus in den Alpen : Ist der Winter noch zu retten?

Abgefahren: Vor Corona kamen sich die Skitouristen in Ischgl mitunter ziemlich nah. Bild: Ôø? Reinhard Schmid/HUBER IMAGES

Kein Après-Ski mehr im großen Stil und Maskenpflicht am Ski-Lift: Der Wintertourismus in den Alpen will ein zweites Ischgl verhindern. Deshalb dürfte es gemütlicher zugehen – nur die Ski-Lifte sollen wegen Corona schneller fahren.

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          Noch herrscht in weiten Teilen Österreichs Altweibersommer. Das zieht viele Sonnenhungrige in das Salzkammergut und andere Seengebiete. Nervös blicken aber schon Hoteliers und Seilbahnbetreiber auf die Wintersaison. Vieles wird in diesem Jahr anders sein. Mund-Nasen-Schutz und Mindestabstand werden Standard am und im Skilift. Und Après-Ski, das für viele Touristen zur beliebten Gewohnheit gewordene nachmittägliche Begießen eines mehr oder weniger erfolgreichen Skitags, wird es nicht mehr im großen Stile geben. Zu groß ist die Angst, dass ein Skigebiet wie Ischgl wieder ein Seuchenzentrum wird, von dem sich das Coronavirus auf dem Kontinent ausbreitet. Gemütlichkeit wird lautem Feiern den Rang ablaufen.

          Michaela Seiser

          Wirtschaftskorrespondentin für Österreich und Ungarn mit Sitz in Wien.

          Die Interessenvertretung der Seilbahnunternehmen hat einen Leitfaden für die Betriebe erstellt, damit die Wintersaison trotz widriger Umstände klappt. Seilbahnen und Zahnradbahnen zählen zu den öffentlichen Verkehrsmitteln, das heißt, das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist vorgeschrieben, zudem müssen Nutzer einen Meter Abstand halten, sofern das möglich ist. Auch im Anstellbereich ist die Maske zu tragen. „Das bindet sich im Winter in die Mode bestens ein“, findet Franz Hörl, der Interessenvertreter der Branche.

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