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Nach Karstadt : Signa plant den Kauf von Kaufhof

Galeria Kaufhof gehört momentan zur Hudson’s Bay Company (HBC). Bild: Patrick Junker

Schon 2015 wollte der österreichischer Investor Rene Benko Kaufhof übernehmen. Jetzt hat er ein neues Angebot vorgelegt. Kommt jetzt die deutsche Warenhaus AG?

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          Der österreichische Karstadt-Eigentümer Signa hat offenbar ein Angebot über drei Milliarden Euro für die Warenhauskette Kaufhof vorgelegt. Die Kaufhof-Immobilien würden darin mit 2,63 Milliarden Euro bewertet, heißt es. Diese Informationen der Nachrichtenagentur Reuters wurden FAZ.NET in Finanzkreisen bestätigt.

          Hanno Mußler

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Der Kaufhof-Eigentümer Hudson's Bay teilte am Abend mit, eine Offerte von Signa erhalten zu haben. Signas Angebot sei allerdings unvollständig und unverbindlich, erklärte der kanadische Konzern, der sich nun bis vermutlich Mitte November Zeit nehmen will, das Angebot zu prüfen.

          Hinter Signa steht der österreichische Investor Rene Benko, der 2015 die Karstadt-Warenhäuser für genau einen (symbolischen) Euro von Finanzinvestor Nicolas Berggruen übernommen hatte. Benko wollte schon damals auch Karstadts Konkurrenten Kaufhof kaufen und damit die Idee einer deutschen Warenhaus AG verwirklichen. Dieser Plan scheiterte jedoch; den Zuschlag für Kaufhof, die damalige Tochtergesellschaft der Metro AG, erhielt für 2,8 Milliarden Euro die kanadische Gruppe Hudson's Bay (HBC).

          Doch Kaufhof kämpft weiterhin mit Umsatzrückgängen und Verlusten. Der aktivistische Aktionär Land and Buildings forderte HBC im Sommer auf, sich von Immobilien und vom Europa-Geschäft um Kaufhof zu trennen. Signa wiederum rüstete sich Anfang Oktober mit einer Kapitalerhöhung von einer Milliarde Euro für mögliche Zukäufe. Das nun von Signa abgegebene Angebot für Kaufhof sei durchfinanziert und umfasse auch Kaufhofs Schulden, heißt es.

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