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Ehemaliger SPD-Vorsitzender : Sigmar Gabriel wird Aufsichtsrat der Deutschen Bank

Sigmar Gabriel im Jahr 2016 mit dem ehemaligen Deutsche-Bank-Chef Jürgen Fitschen Bild: Reuters

Der frühere SPD-Chef Sigmar Gabriel wird neues Mitglied im Aufsichtsrat der Deutschen Bank. Er werde sich bei der nächsten Hauptversammlung zur Wahl stellen, teilte die Deutsche Bank am Freitag mit.

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          Der frühere SPD-Chef Sigmar Gabriel wird neues Mitglied des Aufsichtsrats der Deutschen Bank. Der 60 Jahre alte ehemalige Vizekanzler werde sich bei der nächsten Hauptversammlung zur Wahl stellen, teilte die Deutsche Bank am Freitagmorgen mit. „Die Berufung in den Aufsichtsrat ist für mich eine große Ehre“, lässt sich Gabriel zitieren.

          Hanno Mußler

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Mit der  im Sommer angestoßenen Sanierung und dem Umbau des Vorstandes – die Deutsche Bank gibt unter anderem das globale Aktienhandelsgeschäft auf und wird für 2019 den vierten Verlust im fünften Geschäftsjahr ausweisen – habe die Deutsche Bank nun eine klare Strategie und ein starkes Führungsteam, meint Gabriel. „Die Deutsche Bank hat als eine der wichtigsten Finanzinstitutionen in Europa die Chance und die Verantwortung, die Zukunft der deutschen und europäischen Wirtschaft zu gestalten. Dazu möchte ich einen Beitrag leisten“, sagt Gabriel.

          Gabriel  führte die SPD als Vorsitzender von 2009 bis 2017. Von Dezember 2013 bis März 2018 war er Vizekanzler und zuletzt Außenminister. Nach seinem Rückzug aus der Politik hielt Gabriel sein Interesse an der Außenpolitik aufrecht und engagierte sich unter anderem als Lehrbeauftragter für Europastudien an der renommierten Harvard Universität an der amerikanischen Ostküste.

          Der Aufsichtratschef der Deutschen Bank, Paul Achleitner, pries ihn am Freitag als überzeugten Europäer und Transatlantiker, der „mit seinem großen Erfahrungsschatz einen besonderen Beitrag leisten und unsere Kompetenz  im Aufsichtsrat ergänzen“ werde. „Wir erleben geopolitisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich herausfordernde Zeiten, in denen sich eine globale Bank ganz neuen Erwartungen und Anforderungen stellen muss“, sagte Achleitner.

          Die Deutsche Bank hatte zuletzt Schwierigkeiten, Aufsichtsräte zu finden, die den aufsichtsrechtlichen Anforderungen genügen. So soll Gabriel Jürg Zeltner ersetzen, der sein Mandat schon nach wenigen Wochen niedergelegt hat, weil die europäische Bankenaufsicht wegen dessen hauptberuflicher Tätigkeit für einen Konkurrenten Interessenkonflikte als Aufsichtsrat witterte. Gabriel wiederum war im November als Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA) im Gespräch gewesen, doch die frühere Staatsministerin im Bundeskanzleramt, Hildegard Müller (CDU), hatte das  Rennen um den Posten des Autolobbyisten gewonnen.

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